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Ostvorpommern Bio am Sund eröffnet Café in Greifswald
Vorpommern Greifswald Ostvorpommern Bio am Sund eröffnet Café in Greifswald
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00:01 29.09.2017

Ein roter Apfel, daneben die Wörter „einfach.bio“: Dieses Logo prangt jetzt an einem Laden in der Greifswalder Altstadt, direkt neben dem Caspar-David-Friedrich-Zentrum. Die Stralsunder Firma Bio am Sund eröffnet ihr erstes Müsli-Café: mit 18 Sitzplätzen und 14 Müslisorten, die man kaufen oder vor Ort frühstücken kann. Exotische Biotrockenfrüchte, Kaffee, Gemüsechips und andere Produkte – alles Bio – füllen die Regale daneben.

Das Besondere: Die Trockenfrüchte aus den Müslis und viele andere Waren sind made in Greifswald. Erst im März hatte Bio am Sund im Industriegebiet Am Koppelberg für rund 1,66 Millionen Euro eine Produktionsstätte samt Werksverkauf eröffnet. 20 Mitarbeiter wurden eingestellt, „inzwischen hat es sich auf 18 eingepegelt“, berichtet Geschäftsführer Martin Nätscher.

Anfangs ließ er Bioäpfel aus der Region vor allem zu getrockneten Apfelwürfeln verarbeiten. Denn Nätschers Kerngeschäft war es, Müslihersteller mit solchen Würfeln zu beliefern. Inzwischen stellt er verstärkt Apfelchips, –ringe und - säfte her, eine Spezialmaschine umhüllt einen Teil der Ringe auch mit Bio-Schokolade.Verkauft wird das ganze Dörrobst dann in Tüten mit der Aufschrift „Martins“.

Beim Apfel blieb Nätscher nicht stehen: In Greifswald begannen seine Mitarbeiter, mit exotischen Früchten wie Mango, Kiwi und Ananas zu experimentieren. „Da haben wir viel gelernt“, sagt er. Bei der Mango etwa hätten sie geglaubt, die sehr reifen Stellen würden besonders gut schmecken, „aber die wurden beim Trocknen hart“. Darum schneide man sie nun weg. Auch Gemüsechips aus Zucchini, Karotte, Tomate und Paprika entstehen heute Am Koppelberg, landen in den „Martins-Tüten“ und ab sofort im Cityladen.

Der Werksverkauf Am Koppelberg war für Nätscher der erste Versuch, sich an den Endkunden ranzutasten. „Da haben wir viel Zuspruch erfahren, im Schnitt kommen 40 Kunden am Tag.“ Mit dem Schritt in die Altstadt will Nätscher nun auf weitere Kundschaft zugehen. „Wir hoffen, dass wir damit auch Studenten erreichen.“

50000 Euro hat Nätscher allein in den Umbau des Ladens und die Einrichtung gesteckt, mit Hilfe eines Darlehens der Bürgerschaftsbank. Zwei Mitarbeiterinnen sollen die Kunden künftig bedienen.

Und der Expansionskurs geht weiter: Auch in Stralsund und weiteren Orten will Bio am Sund nach und nach Läden eröffnen. „Noch machen wir keine gigantischen Umsätze“, sagt Nätscher. „Aber wir bekommen ständig neue Anfragen, zum Beispiel von Hotels.“ Sein Ziel sei, weiter zu wachsen – langsam und solide.

OZ

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