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Ostvorpommern Brücke nach Usedom wird zur Baustelle
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00:05 19.10.2017
Nach 21 Jahren muss die Wolgaster Peenestrombrücke einer ersten grundlegenden Instandsetzung unterzogen werden. Die notwendigen Arbeiten werden sich voraussichtlich bis in das Jahr 2020 hinziehen. Quelle: Foto: Tom Schröter
Wolgast

Die Brücke über den Peenestrom in Wolgast wird über mehrere Jahre zur Baustelle. Grund dafür sind diverse Schäden, die bei Untersuchungen in den Jahren 2013 und 2016 festgestellt wurden und nun eine Instandsetzung des im Jahr 1996 errichteten Gesamtbauwerkes nach sich ziehen. Ursprünglich war das federführende Straßenbauamt Neustrelitz davon ausgegangen, die notwendigen Arbeiten in zwei Bauabschnitten zu erledigen. Neuerdings sind drei Bauphasen vorgesehen, die sich voraussichtlich bis in das Jahr 2020 erstrecken.

Die Auftragsvergabe für den 1. Bauabschnitt ist für den 2. November dieses Jahres vorgesehen, teilte Annemarie Schaak mit, in der Neustrelitzer Behörde zuständig für den Bereich Konstruktiver Ingenieurbau. Der Leistungskatalog umfasst hier die Betoninstandsetzung der Brücken-Unterbauten, die Erneuerung des Anti-Graffiti-Schutzes im Bereich der Widerlager sowie eine Erneuerung des Vogeleinflugschutzes im Bereich der Widerlager. „Außerdem“, so Schaak, „wurde im Peenestrom vor der Ufereinfassung auf Wolgaster Seite eine tiefe Stelle, eine sogenannte Auskolkung, festgestellt, die beseitigt werden muss. Ansonsten ist die Uferspundwand irgendwann nicht mehr tragfähig.“ Zudem sei beabsichtigt, die Uferspundwand auf der Wolgaster Seite zu verkleiden.

Der Verkehr auf der Brücke soll von diesen Arbeiten nicht beeinträchtigt werden. Allerdings muss wegen der Arbeiten im Bereich des Wolgaster Widerlagers und zur Herstellung der Verkleidung der Uferspundwand die Fahrspurbreite des Weges unterhalb der Brücke reduziert werden. Bis zum 31. Mai 2018 soll der 1. Bauabschnitt beendet sein. Bauphase Nummer 2 soll noch 2018 starten und bis ins Jahr 2019 reichen, so Annemarie Schaak weiter. Diese Phase schließt die Geländerinstandsetzung auf der Brücke, die Reparatur der Fahrbahnübergänge sowie die Deckenerneuerung auf der Brücke ein. „Der Entwurf für diese 2. Bauphase liegt noch nicht vor“, informiert die Mitarbeiterin des Amtes. Daher könnten zur Technologie und zu Verkehrsraumeinschränkungen auch noch keine Aussagen getroffen werden. Das Gleiche gelte auch für die jeweils zu erwartenden Kosten.

„In einer 3. Bauphase sind Korrosionsschutzarbeiten vorgesehen“, blickt Schaak voraus. „Die Brücke ist inzwischen fast 21 Jahre alt, da sind auch die Metallteile zu entrosten“, hatte Amtsleiter Jens Krage im Frühjahr erklärt. Daher sei die Instandsetzung des Klappteils samt Waagebalken, Federbalken, Pylone, Maschinenhaus und Steuerstand vorgesehen. „Zu Bauzeiten und Verkehrsraumeinschränkungen in der 3. Bauphase liegen noch keine Erkenntnisse vor“, teilte jetzt Annemarie Schaak mit. Dabei stellt die Abarbeitung der letzten Bauphase das Amt vor eine besondere Herausforderung. Peter Baumgarten, Sachgebietsleiter der Neustrelitzer Behörde, verwies darauf, dass der Brückenmechanismus zeitweilig nicht betätigt werden könne: „Während der Arbeiten müssen wir die Wasserstraße für einen gewissen Zeitraum sperren.“ Ein konkretes Konzept zur Instandsetzung der erwähnten Brückenteile fehlt offenbar noch. Auch zu Bauzeiten und zu erwartenden Verkehrsraumeinschränkungen gibt es noch keine Informationen.

Tom Schröter

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