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Gützkow Das Miteinander steht im Mittelpunkt

Gützkower Kanuten und ihre Gäste schätzen die Idylle auf Peene und Swinow / Gestern gab’s Geld aus Schwerin

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Sieben der rund 60 Mitglieder: Andreas Metzler, Rainer Wegner, Dieter Wandt, Silvia Wegner und Linda Briesemeister (stehend von links), Juliane Schorsch (sitzend links) und Finja Briesemeister (sitzend rechts).

Quelle: Kai Lachmann

Gützkow. Nein, über zu wenig Aufmerksamkeit im Landtagswahlkampf können sich die Gützkower nun wirklich nicht beschweren, meint Bürgermeisterin Jutta Dinse (parteilos).

Gestern bekam das Peenestädtchen zum vierten Mal innerhalb kurzer Zeit Ministerbesuch aus Schwerin. Und fast immer gab es ein hübsches Mitbringsel. Auch Lorenz Caffier (CDU) kam nicht mit leeren Händen. Er brachte einen Fördermittelbescheid über 16000 Euro vorbei.

Das Geld bekommt der örtliche Kanuverein. Es soll für die Vergrößerung eines Sanitärgebäudes ausgegeben werden. „Beim Blick in den Terminkalender haben wir festgestellt, dass ja bald der Wahltermin ist. Also haben wir gedacht, es wäre ein guter Zeitpunkt für einen Fördermittelantrag“, scherzt der Vereinsvorsitzender Andreas Metzler. „Nein, im Ernst: Wir haben sehr lange gespart, um den Eigenanteil zusammen zu bekommen. Wir hätten vorher gar keinen Antrag stellen können.“ Wenn er erzählt, dass Erwachsene fünf und Kinder drei Euro für eine Übernachtung auf dem ehrenamtlich betreuten Wasserwanderrastplatz zahlen und das Duschen einen Euro kostet, glaubt man ihm gerne, dass das Sparen seine Zeit benötigt hat.

Dass der Platz in Gützkow an der Swinow, einem Nebenfluss der Peene, sehr idyllisch ist, hat sich offenbar herumgesprochen. „1500 bis 2000 Übernachtungen zwischen Mai und September“, schätzt Linda Briesemeister – oder wie Metzler sie nennt: „die gute Seele des Vereins“. Briesemeister kümmert sich nicht nur um Veranstaltungen wie das Sommerfest (siehe Info-Text), sondern auch um den Nachwuchs.

„Dass wir da keine Probleme haben, wäre gelogen“, meint Dieter Wandt, der seit 1985 dabei ist. Aber das gehe allen 20 Vereinen im Ort so. Die Schüler würden nach Ende ihrer Schullaufbahn erstmal fortziehen, da es in Gützkow nicht allzu viele Ausbildungsplätze gebe. Aber der Kanuverein mit seinen aktuell rund 60 Mitgliedern sieht sich gut aufgestellt und bietet für junge Kanuten auch etwas.

„Wir machen Kindercamps, Familienpaddeln und Ausflüge“, listet Metzler auf. „Wir waren zum Beispiel auf der Warnow, der Recknitz, auf Rügen und sind um die Nordspitze Hiddensees gepaddelt.“ Und dann erinnert sich der 45-Jährige an seine eigene Kindheit. „Früher mussten wir auf dem Gelände erstmal den Weg freihacken oder andere Aufgaben erledigen, ehe wir aufs Wasser durften.“ Den Kanusport gibt es schon seit 60 Jahren in Gützkow. Den heutigen Verein haben die Kanuten aber erst 1992 gegründet. Metzler war von Anfang an Vorsitzender. Was macht die Faszination aus? „Sobald man auf dem Wasser ist, fühlt es sich wie Urlaub an“, schwärmt er. „Erholung pur!“

Seither geht es auf dem Gelände Stück für Stück voran. Neben den beiden älteren Hütten mit rohrgedeckten Dächern wurde zuerst ein Unterstand gebaut, dann das Hauptgebäude. Einen Rückschlag gab es 2006, als der Schuppen niederbrannte, indem die Boote lagerten. Glücklicherweise kam die Versicherung für den Schaden auf.

Nun also das Sanitärhäuschen. Derzeit müssen sich noch Frauen und Männer die Toiletten- und Duschräume teilen beziehungsweise nacheinander benutzen. Ab der kommenden Saison gibt es dann für beide Geschlechter einen separaten Sanitärtrakt. Minister Caffier will sich das Ergebnis dann noch einmal anschauen. Mit der Ausgangslage ist er nun übrigens auch bestens vertraut. Bevor er in seine schwarze Limousine stieg, musste er noch mal kurz für kleine Innenminister.

Schnellste Ente gewinnt

60 Jahre „organisierter Kanusport in Gützkow“: Das Jubiläum wird am 27. August auf dem Gelände des Vereins in Gützkow-Liebenthal gefeiert.

Das Fest beginnt um 10 Uhr. Unter anderem wird es ein Badeenten-Wettschwimmen geben. Eine gelbe, nummerierte Ente gibt es für fünf Euro. Auf dem Programm stehen auch Wettkampfpaddeln auf der Swinow, ein Tag der offenen Bootshäuser und Schnupperpaddeln für Neugierige. Zeitgleich findet auf dem Gelände ein Ferienlager statt.

Kai Lachmann

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