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Ostvorpommern Der Opernstar aus Ueckermünde
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00:01 05.10.2016

Er sang in Mailand und Florenz, New York, Boston und Chicago. In Montevideo (Uruguay) und Buenos Aires (Argentinien) begeisterte Giulio Perotti genauso wie in Madrid, London und Moskau. 115 Jahre nach seinem Tod erinnert nun ein Buch an den zu seiner Zeit gefeierten Opernsänger aus Ueckermünde. Mehr als vier Jahre recherchierte Sylwia Burnicka-Kalischewski dafür. Für das 330 Seiten starkes Werk trug die Gesangsprofessorin an der Stettiner Universität der Künste und Leiterin der Musikschule in Perottis Geburtsstadt viele, bisher unveröffentlichte Bilder des Sängers zusammen. Perotti war der Sohn eines Ueckermünder Leinwandhändlers. Er wuchs als Julius Prott auf. Der junge Julius Prott ging erst in Ueckermünde und später im damals deutschen Stettin zur Schule, bevor er seine Sängerkarriere startete. Sein Onkel erkannte sein musikalisches Talent und förderte ihn. Nachdem ihm der Besuch des Stern’schen Konservatoriums in Berlin ermöglicht worden war, setzte Perotti seine Ausbildung in Florenz, Mailand und in Paris fort. 1863 debütierte er am Opernhaus in Breslau. „Trotz seines Ruhms geriet er nach seinem Tod 1901 zunehmend in Vergessenheit, weil es zu seiner Zeit noch keine Tonaufnahmen gab“, erläutert Burnicka-Kalischewski. „Seine Hauptorte im Leben waren Budapest und Triest.“ Zweimal sei Perotti verheiratet gewesen, mindestens vier leibliche Kinder habe er gehabt. „Wir haben bisher aber keine lebenden Nachkommen gefunden“, so Burnicka-Kalischewski. Wo Perotti genau starb und wo er beerdigt wurde, ist nach Angaben von Burnicka-Kalischewski auch noch nicht klar. Bisher war man davon ausgegangen, dass der Sänger 1901 in Mailand gestorben war. In Ueckermünde findet seit mehreren Jahren ein internationaler Gesangswettbewerb zur Erinnerung an Perotti statt.

Giulio Perotti (1841-1901)

„Von Ueckermünde nach New York. Giulio Perotti – Startenor des

19. Jahrhunderts“

OZ

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