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Diebstahl aus dem Leichenwagen: Polizei noch ohne heiße Spur

Wolgast Diebstahl aus dem Leichenwagen: Polizei noch ohne heiße Spur

Ein Wolgaster Bestattungsunternehmen und eine Trauerrednerin wurden am Friedhof im Tannenkamp beklaut. Zeugen sollen jetzt weiterhelfen.

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Eleonore (r.) und Ulrike Burchardt vor dem Wagen, bei dem Täter während einer Beerdigung die Seitenscheibe einschlugen.

Quelle: Cornelia Meerkatz

Wolgast. Es ist ebenso makaber wie unfassbar: Am Sonnabend brachen Unbekannte während einer für 11 Uhr angesetzten Beerdigung auf dem Friedhof im Tannenkamp den Bestattungswagen sowie das Auto der Trauerrednerin auf und stahlen daraus persönliche Sachen sowie Dokumente des Bestattungsunternehmens.

Die Ermittlungen der Polizei haben bislang noch keine entscheidenden Erkenntnisse gebracht. Allerdings hoffen die Beamten auf die Auswertung von Bildern einer Überwachungskamera der Sparkasse in Lubmin. Denn die Täter entwendeten aus dem Auto der Rednerin, nachdem sie eine Scheibe eingeschlagen hatten, das Portmonee mit allen Dokumenten und Geldkarten. Mit einer Karte hatten die Täter bereits kurze Zeit später in Lubmin vier Mal je 500 Euro abgehoben. „Wir haben die Aufzeichnungen von der Bank beantragt. Sie werden dann gesichtet. Gegebenenfalls werden wir dann ein Phantombild veröffentlichen“, kündigt Polizeisprecherin Denise Lembke an.

Zu der Straftat selbst sagt sie: „Wir sind einiges gewohnt, aber bei so einem Diebstahl fehlen selbst uns die Worte.“ Sie warnt eindringlich davor, Wertsachen im Auto liegen zu lassen — auch, wenn es vor einem Friedhof ist. „Die Täter handelten pietätlos. Offensichtlich ist die Hemmschwelle gesunken.“

Auch beim Leichenwagen wurde eine Seitenscheibe eingeschlagen. Geklaut wurden persönliche Dinge des Fahrers. „Es wurden ja schon mehrfach am Friedhof im Tannenkamp Autos aufgebrochen, während Angehörige an einer Trauerfeier teilnahmen“, sagt Eleonore Burchardt vom gleichnamigen Bestattunghaus in Wolgast. „Aber dass es jetzt sogar unsere Bestattungswagen sind, macht mich wütend und fassungslos. Menschen, die so etwas tun, haben weder Herz noch Verstand“, bringt sie ihre Empörung zum Ausdruck. „Dabei störte die Täter nicht, dass sich im Auto noch eine Urne befand, die ebenfalls am Vormittag bestattet werden sollte“, erklärt Bestatter Dirk Beier-Burchardt.

Burchardts vermuten, dass sich die Täter mit einem Motorrad am Waldrand versteckt hatten. „Ein Auto war nicht zu sehen. Und in einer Viertelstunde kommt man nur motorisiert von Wolgast nach Lubmin“, meint Eleonore Burchardt.

cm, kl

Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle entgegen. ☎ 0 38 36 / 25 20

 

OZ

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