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Ostvorpommern Dorffest nur noch dank Spenden
Vorpommern Greifswald Ostvorpommern Dorffest nur noch dank Spenden
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00:05 25.04.2017

Die finanzielle Schieflage lässt der Gemeinde Diedrichshagen mit ihren knapp 500 Bürgern keine Spielräume für Investitionen in die Zukunft. „Wir haben ein Haushaltsdefizit von über 80000 Euro“, informiert Bürgermeister Detlef Neumann. 2017 könnten nur ganz notwendige Ausgaben getätigt werden wie die Ertüchtigung des Feuerlöschteiches in der Langen Reihe. Auch die Befahrbarkeit des Weitenhäger Landwegs solle verbessert werden. Freiwillige Ausgaben stehen angesichts der Wirtschaftslage nicht im Plan. „Seit Jahren finanzieren wir unser Dorffest komplett über Spenden“, sagt der Bürgermeister. Die Ursachen der Misere seien seit langem bekannt. Das Land statte die Gemeinden nur sehr unzureichend mit Mitteln aus. Das Finanzausgleichsgesetz müsse geändert werden. Diedrichshagen sei ein junges Dorf. „Das meiste Geld der Gemeinde benötigen wir für Umlagen für Schüler und Kinderbetreuung.“ Die Situation sei aber nun einmal so wie sie ist.

Detlef Neumann Quelle: Foto: Cm

„Wir müssen das Beste daraus machen“, sagt Neumann. Einfach so weitermachen wie bisher gehe nicht. „Wir sind offen für die Bildung neuer Strukturen, für eine Verwaltungsreform“, sagt Neumann. „Einen konkreten Beschluss der Gemeindevertretung gibt es aber noch nicht.“ Diedrichshagen habe lange wie Weitenhagen in Richtung einer Verwaltungsgemeinschaft mit Greifswald gedacht, bestätigt Neumann. Das ist auch die Präferenz der Gemeinde Weitenhagen, mit der Diedrichshagen gut zusammenarbeite. Allerdings habe man in letzter Zeit schlechte Erfahrung mit der Nutzung des Landesbesoldungsamtes als Dienstleister gemacht. „Die Qualität stimmt nicht“, so Neumann. Der Bürgermeister kann sich gut die große Lösung im Amt Landhagen vorstellen, dass heißt die Bildung einer Gemeinde Landhagen. Wackerow will da nicht mitmachen. Diese Gemeinde diskutiert die Details des Ehevertrages mit Greifswald. Wackerow will Ortsteil werden. Es sei an der Zeit, dass entschieden wird, wohin die Reise im Amt gehe und der Schwebezustand beendet werde, meint Neumann. Kurzfristig befürchtet er keinen Schaden für das Amt, wenn Wackerow zu Greifswald geht, langfristig schon. Die Zuweisungen des Landes fielen geringer aus, Stellenabbau in der Verwaltung drohe.

Eckhard Oberdörfer

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