Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Ostvorpommern Drei Wochen Rückstand auf dem Acker
Vorpommern Greifswald Ostvorpommern Drei Wochen Rückstand auf dem Acker
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 11.04.2013
Gerd Rupnow (52) Quelle: Sven Jeske
Vorpommern-Greifswald

Der späte Frühling setzt den Landwirten in der Region zu, vor allem die Pflanzenproduzenten leiden. Nur mit Mehrarbeit lasse sich das aufholen, sagt der Vorsitzende des Bauernverbandes Ostvorpommern, Gerd Rupnow (52).

OSTSEE-ZEITUNG: Endlich soll es wärmer werden. Atmen die Pflanzenproduzenten auf?

Gerd Rupnow: Der Frühling kommt in diesem Jahr so spät wie nie. Wir hatten im Prinzip keinen März. Bei den Feldarbeiten haben die Kollegen mindestens drei Wochen Rückstand.

Allerdings sollte man hier differenzieren. Wer vorwiegend Winterkulturen angebaut hat, ist besser dran als die Kollegen, die einen gemischten Betrieb bevorzugen, also auch noch Sommergetreide anbauen wollen. Fakt ist, dass der Termin zum Drillen des Sommergetreides wie Gerste oder Hafer überfällig ist. Optimal sieht anders aus. Beim Stichwort Wintergetreide sollte noch hinzugefügt werden, dass die Getreidearten, die im Herbst von den Kollegen sehr spät gedrillt wurden, jetzt wenig Zeit haben, um sich noch zu bestocken. Das heißt, der Winterweizen schießt in die Höhe, die Anzahl Ähren tragender Halme bleibt gering.

OZ: Man hört häufig, dass die Natur alles aufhole. Stimmt das?

Rupnow: Das Sprichwort kenne ich, doch mir fehlt der Glaube. Die Arbeit erledigt sich nicht von allein. Auch wir müssen aufholen. Das kostet Kraft und ist mit Mehrarbeit verbunden.

In unserem Betrieb, der Anklamer Agrar AG, ist jetzt Schichtarbeit angesagt. Wir bringen die Gülle für den Mais sozusagen mit Druck auf die Schläge. Arbeitszeiten von 12 bis 14 Stunden ergeben sich auch anderswo durch die besondere Situation. Allerdings sind noch nicht alle Flächen befahrbar.

OZ: Was sollte in den nächsten Tagen noch geschehen?

Rupnow: Die Termine zum Legen der Zuckerrüben stehen an. Die Kollegen wollen, aber können noch nicht beginnen. Daneben sollte die erste Gabe des Düngers gestreut sein, auch die zweite Gabe für den Winterraps kann kommen. Die Frühjahrsbestellung gestaltet sich schwieriger als üblich. Andererseits muss auch die Vegetation erst in Gang kommen. Wir benötigen stabile Temperaturen von über fünf Grad Celsius.

Interview: Stefan Brümmer

Bei Lubmin wurden sechs Millionen Euro verbaut, um Ökostrom zu transportieren.

11.04.2013

Theater holt Bestseller-Autoren auf die Insel.

11.04.2013

Das Anklamer Fritz-Reuter-Ensemble hat eine neue Revue einstudiert: Erstmals zu sehen ist sie am 27. April im Volkshaus in Anklam. Unter dem Motto „Die bunte Welt, die uns gefällt“ führen die über 100 Mitglieder der Gruppe unter anderem ein 30-minütiges Medley mit unterschiedlichsten Musik-, Tanz- und Akrobatikelementen auf.

10.04.2013