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Ein Politthriller aus Peenemünde

Peenemünde Ein Politthriller aus Peenemünde

Hans-Jürgen Rusch stellt sein Buch „Gekapert“ vor. Im Mittelpunkt steht das im Hafen Peenemünde liegende Raketenschnellboot.

Peenemünde. Ein seit Jahren im Peenemünder Hafen vertäutes DDR-Raketenschnellboot ist Hauptschauplatz eines neuen Politthrillers. In „Gekapert“ — so der Titel des Buches — soll das 56 Meter lange Schiff nach Dänemark überführt werden. Mit einem Schlepper voraus verlässt es den Hafen im Inselnorden. In Höhe Kap Arkona jedoch wird es von einem Teil der Crew gekapert.

Der vorausfahrende Schlepper wird versenkt. Die Korvette verschwindet. Niemand ahnt, dass ein verheerender Terroranschlag droht.

Autor Hans-Jürgen Rusch aus Achim bei Bremen hat eine ganz eigene Beziehung zum Peenemünder Raketenschiff, das den Namen „Hans Beimler“ trägt. „Ich fühle mich mit Peenemünde verbunden“, bekennt er.

Was wohl auch daran liegt, dass Rusch von 1980 bis 1984 bei der hier stationierten 1. Flottille der Volksmarine war. „Zudem interessiere ich mich für diese Schiffsreihe und für die Marine“, sagt Rusch. Sein Buch stellt ein herausragendes Exponat des Historisch-Technischen Museums Peenemünde in den Mittelpunkt — ein Schiff aus der Tarantul-Reihe und ein Zeugnis des Kalten Krieges. „In naher Zukunft wollen wir dieser Zeit eine neue Ausstellungsabteilung widmen. Dazu passt die ,Beimler‘“, sagt Museums-Kurator Christian Mühldorfer-Vogt. Tatsächlich wäre die „Hans Beimler“ vor zwei Jahren beinahe nach Dänemark überführt worden. Als entsprechende Absichten publik wurden, bekam Rusch einen Anruf von Holger Neidel (Marinekameradschaft Dranske), einst Kommandant auf einem Schwesterschiff der „Beimler“. „Er bat mich, mit einem Roman ein literarisches Andenken an das Schiff zu setzen.“ Rusch sagte zu. Die Peenemünder bliesen die Überführung des Bootes nach Protesten ab. Das Raketenschnellboot der einstigen Volksmarine (Kosten 77 Millionen DDR-Mark) blieb auf Usedom und wurde zum Hauptschauplatz des Romans. Der, sagt Rusch, solle auch auf die Unsicherheit an deutschen Seegrenzen hinweisen. Denn noch immer gebe es kein Seesicherheitsgesetz.

Dass von der Buch-Erstauflage, die bei 4000 Stück liegt, 500 Exemplare im Museum bleiben, bewertet Mühldorfer-Vogt als Startkapital für den Erhalt des Schiffes. Die Beimler muss dringend saniert werden. Von den einst fünf Raketenschnellbooten der NVA sind nur noch zwei erhalten. Die „Hiddensee“ in einem Museum zwischen Boston und New York und die „Beimler“.

Henrik Nitzsche

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