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Ostvorpommern Eine Gemeinschaft zum Wohlfühlen
Vorpommern Greifswald Ostvorpommern Eine Gemeinschaft zum Wohlfühlen
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00:00 17.01.2015
Bürgermeister Norbert Labahn (Mitte) im Gespräch mit Klaus-Dieter Struck (l.), der 15 Jahre Mitglied der Gemeindevertretung war, und Unternehmer Dietmar Neumann. Fotos (5): Cornelia Meerkatz

Katzow — Millionen seien, da nicht vorhanden, auch nicht auszugeben gewesen. Dennoch habe man viele kleine Dinge getan, damit sich die Bürger der Ortsteile Katzow, Jägerhof, Netzeband und Kühlenhagen im vergangenen Jahr in ihrer Gemeinde wohl gefühlt haben. So lautet das Fazit von Bürgermeister Norbert Labahn auf dem Neujahrsempfang im Landhotel „Adebar“.

Verdienstvolle Bürger, langjährige Gemeindemitglieder, Vertreter von Vereinen und Unternehmer ließen das Jahr 2014 noch einmal Revue passieren. Da war der Besuch von Bischof Hans-Jürgen Abromeit, der dank der Kutschfahrt viel Sehenswertes im Ort mitbekam. Gut in Erinnerung und viel gelobt bei den Katzowern war auch das Dorffest. Viele Einwohner hoffen, dass es eine Fortsetzung gibt.

Ein Dankeschön gab es für drei langjährige Mitglieder der Gemeindevertretung, die nicht mehr dabei sind. Ein besonderes Unikum ist Ilka Zoske. Die 75-Jährige erfreute die Gäste des Neujahrsempfangs nicht nur mit lustigen plattdeutschen Geschichten, sondern verriet auch, dass sie tatsächlich 50 Jahre lang Gemeindevertreterin in Katzow war. 1964 saß sie als junge Frau von 25 Jahren zwischen lauter älteren gesetzten Herren, die sie kritisch beäugten, erinnert sich Zoske. Ihre Berufungsurkunde von der ersten Legislaturperiode hütet sie deshalb verständlicherweise wie einen kostbaren Schatz.

Im Ehrenbuch der Gemeinde füllte sich eine weitere Seite. Revierförster Wolfgang Oehmichen hatte wunderbare Worte der Würdigung für seinen mittlerweile 86-jährigen Vorgänger Karlheinz Bünzow gefunden. „Von 1965 bis 1989 war er Leiter des Reviers Jägerhof. Als vorausschauender Forstmann begann er mit dem großflächigen Umbau von Nadel- in Laubwälder.

Durch sein vorbildliches Handeln schuf er gesunde, stabile und produktive Waldbestände — für die damalige Zeit keine Selbstverständlichkeit“, resümiert Oehmichen.

Mindestens genauso viel Zustimmung gab es für Dr. Jens Holzhausen, der die Gemeinsamkeit in seinem Heimatort und in Mecklenburg-Vorpommern pries. Der angesehene Landwirt brachte mit warmherzig seine Gedanken zum Thema „Gemeinde — Gemeinwohl“ zum Ausdruck. „Nur gemeinsam schaffen wir es, dass sich Katzow auch in den kommenden Jahren so vorbildlich entwickelt“, betonte er. Die Gemeinde sei ein Ort zum Wohlfühlen geworden. Jene, die nicht mehr am Gemeinschaftsleben teilnehmen könnten, würden nicht vergessen. „Ich habe in drei Bundesländern gelebt — hier fühle mich mit meiner Familie nicht nur angenommen, sondern angekommen und sehr wohl“, sagt er und machte damit eines der meistbeklatschten Komplimente. Ein weiteres steuerte Pfarrer Jim Brendel

für den Bürgermeister bei, der nach seinen Worten den Ort zielstrebig, hartnäckig, aber unaufgeregt leite.

Die neuen Mitglieder der Gemeindevertretung, Diana Cornelius und Klaus-Peter Hain, nickten zustimmend, stehen doch wichtige Entscheidungen 2015 an: Die Bürger müssen festlegen, ob die Gemeinde ans Erdgasnetz angeschlossen werden soll. Außerdem ist viel Arbeit vonnöten, um die freiwillige Feuerwehr neu unterzubringen.

Zuvor wollen die Katzower noch einmal fröhlich das neue Jahr begrüßen: Heute findet um 17 Uhr auf dem Sportplatz das große Tannenbaumverbrennen statt. Die Gemeinde habe dazu, wie der Bürgermeister sagte, sogar ein Drei-Gänge-Menü oranisiert: „Senf, Brot und Bockwurst. Wer einen Baum mitbringt, erhält noch einen Glühwein dazu“, so Labahn. Er weiß: „Da geht es heute hoch her!“

Wir haben zwar keine Millionen zum Ausgeben, aber mit kleinen Schritten kommen wir auch voran.“Norbert Labahn, Katzows Bürgermeister



Cornelia Meerkatz

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