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Eine Ortsumgehung für Lühmannsdorf

Lühmannsdorf Eine Ortsumgehung für Lühmannsdorf

Das Vorhaben hat es auch ohne Planung in den Bundesverkehrswegeplan geschafft / Umsetzung ist noch unklar

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Durch Lühmannsdorf rollen zu Spitzenzeiten bis zu 1500 Fahrzeuge pro Tag. Eine Ortsumgehung soll Abhilfe schaffen.

Quelle: Cornelia Meerkatz

Lühmannsdorf. Ein langgehegter Wunsch der Lühmannsdorfer könnte tatsächlich Wirklichkeit werden: der Bau einer Ortsumgehung. Denn das Vorhaben hat es – auch ohne bislang vorliegende konkrete Planung – tatsächlich in den Bundesverkehrswegeplan geschafft.

Blechlawine rollt

99,9 Millionen Euro – diese Summe steht im Bundesverkehrswegeplan als Gesamtkosten für die Ortsumgehung Wolgast, den Ausbau der B 111 und die Ortsumgehung Lühmannsdorf.

1500 Fahrzeuge rollen zu Spitzenzeiten auf der B 111 durch den Ort Lühmannsdorf.

Wie das möglich ist? Bürgermeisterin Esther Hall nennt als Grund den stetig zunehmenden Verkehr im Ort. Sie freut sich riesig, dass die Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan so schnell geklappt hat.

Vom Trassenverlauf hat sie auch ohne jegliche Planung klare Vorstellungen: „Das ist nur auf der Jägerhofer Seite möglich.“ Die Ortsumgehung müsste nach ihren Worten in Höhe der Gemeinde Brüssow beginnen oder sogar schon ab der Kreuzung Moeckowberg und dann bis hinter den Ortsteil Jagdkrug führen oder in die Einfahrt nach Jägerhof münden.

„Es muss definitiv etwas passieren. Denn schon jetzt steht besonders während der Sommermonate Auto an Auto auf der B 111, um auf die Insel Usedom zu kommen.“ Und die B 111 sei nun mal die Hauptverkehrsstraße in der 700 Einwohner zählenden Gemeinde. Aus diesem Grund sei ja auch die Bedarfsampel errichtet worden, damit die Einwohner wenigstens sicher die Straße queren können. „Wenn die Ortsumgehung Wolgast fertig ist, wird es mit dem Stau in Lühmannsdorf noch schlimmer. Das Dorf braucht unbedingt eine Ortsumgehung“, sagt sie. Eine Verkehrszählung habe bis zu 1150 Autos ausgemacht, die zu Spitzenzeiten pro Stunde durch das 1,2 Kilometer lange Dorf rollen.

Im Schweriner Verkehrsministerium erklärt man, dass es das Vorhaben zusammen mit dem Ausbau der B 111 in den Bundesverkehrswegeplan geschafft habe, weil damit das Kosten-Nutzen-Verhältnis der Ortsumgehung Wolgast noch optimiert werde. „Für die dringend benötigte Wolgaster Ortsumgehung läuft das Planfeststellungsverfahren. Nun haben die Planer in Berlin geschaut, ob sich auf der Linie von Moeckowberg bis Wolgast der Verkehrsfluss Richtung Insel Usedom noch zügiger gestalten lässt. Er wird daran gemessen, wie viele Autos in einer Minute eine bestimmte Strecke zurücklegen. Mit der Lühmannsdorfer Ortsumgehung und dem Ausbau der B 111 wäre das der Fall“, erläutert Sprecher Steffen Wehner.

Tatsächlich taucht das Wolgaster Vorhaben nunmehr getrennt in drei Abschnitten im Bundesverkehrswegeplan 2016-2030 in der Kategorie „Vordringlicher Bedarf“ auf. Aufgeführt sind „B 111 Lühmannsdorf-Wolgast“, dann „OU Lühmannsdorf“ und dann noch die eigentliche „OU Wolgast“ mit einem Gesamtkostenvolumen von 99,9 Millionen Euro. Die Ortsumgehung Lühmannsdorf trägt den Vermerk „ohne Projekt“. Verkehrsexperten gehen für das Teilstück von Kosten um die fünfeinhalb Millionen Euro aus.

Steffen Wehner aus dem Verkehrsministerium macht aber deutlich, dass der Bau einer Lühmannsdorfer Ortsumgehung wirklich Zukunftsmusik sei. „Es gibt weder einen Plan noch einen Trassenverlauf. Bislang wurde auch noch kein Träger öffentlicher Belange gehört. Wenn deren Bedenken gegen den Bau schwerer wiegen, kann das Vorhaben noch kippen“, sagt er. Bürgermeisterin Esther Hall glaubt allerdings nicht, dass das Vorhaben wieder aus dem Bundesverkehrswegeplan fliegt. „Die Ortsumgehung kommt“, ist sie sicher.

Cornelia Meerkatz

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