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Nach Vorwürfen erklärt sich Gützkows langjährige Tafelfrau

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Tafel Gützkow vor dem Neustart.

Gützkow. Dana Seidel hat sich nichts vorzuwerfen. Die langjährige Mitstreiterin der Gützkower Tafel hat es schwarz auf weiß: Eine hohe Einsatz- und Leistungsbereitschaft hätte ihre Tätigkeit für die Einrichtung gekennzeichnet, über die wöchentlich gespendete Lebensmittel an bedürftige Bürger ausgereicht werden. Seidels „sicheres und systematisches Vorgehen“ sei „durch ein hohes Maß an Selbstständigkeit vervollkommnet“ worden, attestiert ihr der Tafelbetreiber, die Gemeinnützige Gesellschaft für Arbeitsförderung, Beschäftigung und Strukturentwicklung mbH (ABS) in Greifswald.

Von einer „in jeder Hinsicht großen Zufriedenheit“ mit Seidels Leistungen und Erfolgen ist die Rede. Auch davon, dass ihr „persönliches Verhalten jederzeit einwandfrei und vorbildlich“ gewesen sei.

Aus und vorbei: Dana Seidel arbeitet nicht mehr für die Gützkower Tafel. Mittte April kündigte die engagierte Frau aus Jarmen ihre Anstellung über den Bundesfreiwilligendienst.

Meinungsverschiedenheiten über Konditionen für die Lebensmittelvergabe und eine Autorechnung gaben für sie den Ausschlag.

Um Spenden einzuwerben und aus Supermärkten abzuholen, war Dana Seidel stets mit ihrem eigenen Pkw unterwegs. Die Ausgaben für den Sprit habe sie anstandslos ersetzt bekommen. Nicht so die Kosten für eine Reparatur. Die übernahm die ABS lediglich zu einem Drittel. Ein Umstand, den Seidel bis heute nicht akzeptieren mag. „Ich habe mein Auto für die Tafel eingesetzt, bin sogar bis nach Neubrandenburg gefahren, um Lebensmittel, die wir hier nicht bekamen. Ich bin für die Pkw-Steuer und Kfz-Versicherung aufgekommen, ja habe auch noch eine Insassenversicherung abgeschlossen, um meine Kollegin mitnehmen zu können.“ Alles sei von ihrem Hartz IV-Lohn abgegangen. Dass sie für die Tafel gespendete Lebensmittel für Viehzeug eines befreundeten Kleinbauern bereitgestellt habe (die OZ berichtete), weist sie empört von sich. „Das waren nicht verwertbare Reste - angeschimmeltes Obst, klumpiges Brot - die wir nicht mehr an Tafelbesucher verteilen konnten.“ Sie hätten in eine Biotonne gehört, doch die habe man nicht gehabt. So habe sie besagter Kleinbauer bekommen. Fünf Jahre sei das so gegangen und niemand habe es in Frage gestellt. Gestern haben neue Mitarbeiter bei der Gützkower Tafel den Dienst aufgenommen. Der Betreiber spricht von einem kompletten Neuanfang.

Von jes

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