Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Einzigartiges Denkmal steht auf der Kippe

Schlatkow Einzigartiges Denkmal steht auf der Kippe

Die älteste Fachwerkanlage des Kreises ist nicht mehr durchweg standsicher.

Voriger Artikel
Zum Malen in den Wald
Nächster Artikel
VIER FRAGEN AN...

Die historische Gutsanlage in Schlatkow. Das rechte Fachwerkhaus ist einsturzgefährdet. Alle anderen sind zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag zugänglich und lohnen den Besuch.

Schlatkow. Das wohl älteste Fachwerk-Ensemble des Landkreises ist bedroht. Die Zwei-Gebäude-Anlage in Schlatkow (Amt Züssow) wird aller Voraussicht nach ihren Denkmalstatus zum Teil einbüßen. Grund ist der sehr schlechte Bauzustand eines der beiden Häuser. Laut einem Gutachten ist fraglich, ob es überhaupt erhalten werden kann.

00010fde.jpg

Klaus Brandt

Zur Bildergalerie

Klaus Brandt, Bürgermeister des Ortes, ist tief betroffen. „Wir haben soviel Zeit und Geld investiert, um die einzigartige Anlage für die Nachwelt zu bewahren. Und nun das!“ Auf die Schäden sei man schon im Herbst 2012 gestoßen. Damals habe man Putz am Bau erneuern wollen. Zutage trat ein desolates Fachwerk. Ein zurate gezogener Spezialist bestätigte später „schwere biotische und statische Schäden an der gesamten Bausubstanz“. Die Fußschwellen und Stände des Eichenfachwerks seien durch Fäulnis und Insektenfraß zerstört. Auch der Dachstuhl stünde auf wackeligen Füßen. Aus holzschutztechnischer Sicht gebe es keine Standsicherheit mehr.

Das Gutachten liegt inzwischen beim Landesdenkmalamt. Dort soll abgewogen werden, ob das Fachwerkhaus Denkmal bleiben kann oder nicht. Voraussetzung für den Denkmalstatus ist, dass die historische Bausubstanz zu 80 Prozent erhalten werden kann. Daran aber lässt das fachliche Gutachten Zweifel aufkommen. Ihm zufolge müssten unter anderem mindestens 60 Prozent aller Deckenbalken ausgetauscht werden. Zudem wäre der Nordwestgiebel des Hauses völlig neu aufzubauen. „Ich sehe nicht, dass man das noch einmal zusammengeflickt kriegt“, schätzt Bürgermeister Brandt denn auch ein. Aller Voraussicht nach muss das Gebäude komplett abgetragen und neu aufgebaut werden. Ein Denkmal wäre es dann nicht mehr.

In den vergangenen Jahren diente das Haus als Herberge für Radtouristen. Als das Ausmaß der Schäden bekannt wurde, hat man es sofort gesperrt.

 

Sven Jeske

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostvorpommern
Verlagshaus Greifswald

Johann-Sebastian-Bach-Str. 32
17489 Greifswald

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag
10.00 bis 17.00 Uhr
Freitag
10.00 bis 15.30

Leiterin Lokalredaktion: Katharina Degrassi
Telefon: 0 38 34 / 79 36 74
E-Mail: greifswald@ostsee-zeitung.de

Beilagen
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Physik,Kernphysik,Wendelstein,Plasmaphysik,Atome Teaser der den User auf die Themenseite führen soll image/svg+xml Image Teaser Wendelstein 7-X 2015-09-23 de Themenseite Wendelstein 7-X In der Fusionsanlage des Max-Planck-Instituts in Greifswald wird erforscht, ob sich die Kernfusion zur Energiegewinnung eignet. Hier finden Sie Artikel, Videos und viele weitere Informationen zum Thema.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.