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Ostvorpommern Entsorger beklagen illegale Müllkippen
Vorpommern Greifswald Ostvorpommern Entsorger beklagen illegale Müllkippen
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00:06 18.08.2015
Die Sammelplätze werden von etlichen Bürgern als Müllkippen betrachtet. Doch manche Verursacher werden zur Kasse gebeten. Quelle: vevg

Ausgediente Kühlschränke im Wald, Tapetenreste im Straßengraben, haufenweise Pappkartons mit Unrat neben den Wertstoffbehältern auf Sammelplätzen: Umweltsünder kennen keine Grenzen. Oder treffender formuliert: Sie ignorieren jegliche Ge- und Verbote der Entsorgung, kippen ihren Müll irgendwo ab, getreu dem Motto: „Hauptsache, ich bin ihn los“.

Die Ver- und Entsorgungsgesellschaft des Landkreises Vorpommern-Greifswald mbH (VEVG) registriert derzeit vermehrt illegale Müllverkippungen auf den Entsorgungsstandplätzen des Kreises. „Die Ordnungsämter der Gemeinden sowie die Entsorgungsunternehmen halten deshalb verstärkt Ausschau nach Müllsündern“, berichtet Maurice Wühn, Abfallberater des für den Landkreis zuständigen Entsorgers VEVG. In den vergangenen Wochen sei es gelungen, mehrere illegale Ablagerungen den Verursachern zuzuordnen.

„Beispielsweise konnten auf dem Standplatz in Loddin in einem illegal abgelagerten Sperrmüllhaufen auch Unterlagen von Privatpersonen sichergestellt werden“, erklärt Wühn. Die Untere Abfallbehörde des Kreises habe daraufhin ein Bußgeld in Höhe von 80 Euro verhängt.

Andere Umweltfrevler in Heringsdorf und Zinnowitz hätten Hausmüll, Auslegware sowie gelbe Säcke auf einen Sammelplatz entsorgt. Sie seien mit Bußgeldern über 100 Euro zur Verantwortung gezogen worden.

In Heringsdorf würden zudem immer häufiger Gewerbetreibende ihre Großkartonagen neben den Sammelplätzen ablegen. „Aufgrund der illegalen Entsorgung wurden auch hier Bußgelder in Höhe von 60 bis 150 Euro verhängt“, sagt Maurice Wühn.

Das sei für die Betroffenen nach Wühns Auffassung besonders ärgerlich, da das Entsorgen der meisten Abfälle eigentlich kostenlos sei (siehe Infokasten). Mittlerweile gebe es im gesamten Landkreis 17 Wertstoffhöfe, davon zwei in der Hansestadt Greifswald sowie acht im ehemaligen Gebiet Ostvorpommern. Trotzdem würde Abfall immer wieder illegal verkippt. „Ich glaube nicht, dass es sich um Unwissenheit der Bürger handelt. Denn wir informieren ständig über die Entsorgungsmöglichkeiten, nutzen dafür das Internet, die Amtsblätter und andere Plattformen“, sagt Wühn und fügt hinzu: „Ich denke eher, es ist bei vielen Müllsündern einfach die Bequemlichkeit.“

Die Ver- und Entsorgungsgesellschaft sowie die Gemeinden würden die Wertstoffsammelplätze im Landkreis bis zu dreimal pro Woche reinigen. Trotzdem sehe es an einigen Standorten schon nach kurzer Zeit wieder wüst aus. Maurice Wühn appelliert deshalb an die Bürger, im Falle der Beobachtung einer illegalen Müllablagerung die Behörde darüber sofort zu informieren. „Notieren Sie sich so viele Fakten wie möglich, dann ist die Chance groß, einen Übeltäter auch zu überführen. Müllablagerungen jeglicher Form sind kein Kavaliersdelikt“, betont er. Im vorletzten Jahr habe der Landkreis insgesamt 350 Bußgelder verhängt.

Wertstoffhöfe im Landkreis (Auswahl)
Gützkow, Am Kleinbahnhof 6,
☎ 0171/ 3854499, Mo 8-18 Uhr, Mi 8-16 Uhr, Sa ungerade KW 8-12 Uhr
Helmshagen, Am Voßberg 10
☎ 0 38 34 / 59 46 69, Mo-Fr 8-16,
Sa 8-12 Uhr
Kemnitz, Rappenhäger Straße 1,
☎ 03 83 52 / 66 24 26, Di 8-18 Uhr, Do, Fr 8-16 Uhr, Sa 8-14 Uhr
Greifswald, Eckhardsberg
☎ 0 38 34 / 58 40 26, Mo-Fr 6-18 Uhr, Sa 8-13 Uhr; Ladebower Chaussee Mo-Fr 6-16.30 Uhr, Sa 9-11 Uhr
Anklam, Greifswalder Straße
☎ 03971/831011, Mo, Mi, Fr, Sa
Auf den Wertstoffhöfen
kostenlose Annahme von:

— Grünabfällen (keine Speisereste)
— DSD-Wertstoffen, wie Verpackungen mit dem grünen Punkt, Altpapier
und Altpappe, Altglas, Sperrmüll
— Schadstoffen bis 20 kg oder 20 l
nur auf dem Wertstoffhof Anklam,
— Altmetallen, elektrischen, elektron. Altgeräten, leere Tonerkartuschen etc. Kostenpflichtig ist auf diesen Höfen die Entsorgung u.a. von Altreifen, asbesthaltigen Baustoffen, teerhaltigen
Produkten, Bauschutt, Dämmmaterial, Altholz, Kunststofffenstern etc.



Petra Hase

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