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Ostvorpommern Eröffnungsbilanz hat ein großes Loch
Vorpommern Greifswald Ostvorpommern Eröffnungsbilanz hat ein großes Loch
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00:01 08.06.2016

Finanzdezernent Dietger Wille (CDU) hat auf der Sitzung des Kreistages am Montagabend die Eröffnungsbilanz des Landkreises Vorpommern-Greifswald für den 1. Januar 2012 vorgestellt. Ergebnis: 66,4 Millionen Euro sind nicht durch Eigenkapital gedeckt. Wie kaum anders zu erwarten klafft im Zahlenwerk ein großes Loch.

Sinn und Zweck der Bilanz ist die Aufstellung sämtlicher Vermögenswerte, die der Kreis besitzt. Jedes Grundstück, jede Straße, alle materiellen, immateriellen und finanziellen Werte mussten bewertet werden. Laut Wille eine „Herkules-Aufgabe“. Unterm Strich kommt heraus, dass der Kreis über 244 Millionen Euro Anlagevermögen verfügt. Hinzu kommen 15 Millionen Euro Umlaufvermögen, das im Wesentlichen aus Forderungen besteht. Auf der Minus-Seite stehen unter anderem Verbindlichkeiten des Kreises in Höhe von 220 Millionen Euro – fast alles Kredite.

Zudem sei es möglich, dass sich dabei einige Fehler eingeschlichen haben. „Wir mussten bei der Bewertung einige Vereinfachungsregeln vornehmen.“ Nur so konnte „größtmögliche Richtigkeit“ erzielt werden.

Das 2012 neu eingeführte Buchhaltungssystem der Doppik verlangt eine solche Bilanz. Da der Landkreis auch erst Ende 2011 gegründet wurde, hatte die Verwaltung erstmal mit der Kreisgebietsreform alle Hände voll zu tun. Das von Schwerin vorgegebene Ziel, schon im Herbst 2012 eine Eröffnungsbilanz vorzulegen, erwies sich als utopisch. Alle anderen Kreise und kreisfreien Städte waren zwar mit ihrer Bilanz schneller, aber überwiegend nicht viel.

Mehrere Kreistagsmitglieder hatten in der Vergangenheit immer wieder darauf gedrängt, dass die Verwaltung endlich eine solche Bilanz vorlegt. Das vorliegende Papier genehmigten sie ohne Gegenstimme.

kl

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