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Ostvorpommern Forstamt lässt tausende Kiefern pflanzen
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00:00 21.04.2016
Roland Wiechmann (l.), Forstwirt seit 1981, pflanzt zusammen mit Lehrmeister Thomas Dahlmann Kiefern. Quelle: Peter Binder/cornelia Meerkatz (3)

Die beiden Leiter der Forstreviere Jägerhof und Spandowerhagen eint derzeit ein Wunsch: dem nach Regen. „Diese langanhaltende Frühjahrstrockenheit macht uns bei der jetzt laufenden Frühjahrsaufforstung erheblich zu schaffen“, sagt Förster Wolfgang Oehmichen aus Jägerhof. Die in seinem Revier tätigen Waldarbeiter sind gerade dabei und bringen auf einem Hektar Eichensetzlinge in den Boden.

Schwerer Job für eine Frau: Birgit Spiering prüft, ob das von Kurt Pfahl gegrabene Pflanzloch für den Eichensetzling tief genug ist.
Die feinen Wurzeln der Eichen dürfen in der Erde nicht geknickt werden.“Wolfgang Oehmichen, Förster Jägerhof
Kiefern brauchen beim Pflanzen keine besonders anspruchs- vollen Böden.“Hubertus Peters, Förster Spandowerhagen
Schwerer Job für eine Frau: Birgit Spiering prüft, ob das von Kurt Pfahl gegrabene Pflanzloch für den Eichensetzling tief genug ist.
Kiefern brauchen beim Pflanzen keine besonders anspruchs- vollen Böden.“Hubertus Peters, Förster Spandowerhagen
Die feinen Wurzeln der Eichen dürfen in der Erde nicht geknickt werden.“Wolfgang Oehmichen, Förster Jägerhof

So viele Pflanzen

51 000 Kiefernsetzlinge kommen in der Netzebander Heide in die Erde. Außerdem werden Buchen, Douglasien und Erlen gesetzt.

6400 Eichen werden in Jägerhof gepflanzt und sollen dort den Laubwaldbestand vergrößern.

6400 Stück sind es an der Zahl. Birgit Spiering und Kurt Pfahl gehören zu den alten Hasen auf diesem Gebiet: „Die Pflanzen müssen 30 Zentimeter tief sein“, erläutert Pfahl. Kraftvoll sticht der Forstwirt mit dem sogenannten „Göttinger Fahrradlenker“ die Pflanzlöcher aus. Seine Kollegin zieht vorsichtig eine der zweijährigen Eichen aus der Pflanztasche und setzt sie mit geübtem Handgriff in die Erde. „Wenn die Setzlinge festgetreten werden, muss garantiert sein, dass sie gerade stehen und die feinen Haarwurzeln der Eiche keinen Schaden genommen haben“, erläutert Oehmichen. Er rechnet damit, dass mehr als 95 Prozent der Pflanzen, also über 6000 der in die Erde gebrachten Eichen, „anwachsen und austreiben und so das Ziel, den Laubholzanteil des Waldes zu erhöhen, erreicht wird“, sagt er. Aber dazu brauche es eben schon bald Regen ...

In seinem Revier forstet er zudem Douglasie und Kiefern auf. Letztere soll auf einer Fläche von vier Hektar durch Naturverjüngung gedeihen. Ob am Ende alle Aufforstungsmaßnahmen gelängen, hänge nach seinen Worten neben der erforderlichen Feuchtigkeit immer auch von der Baumartenwahl für den jeweiligen Standort ab. „Eiche braucht kräftigen Boden, die Kiefer ist anspruchsloser“, erläutert er.

Genau aus diesem Grund werden im benachbarten Revier Spandowerhagen derzeit auf 8,76 Hektar in der Netzebander Heide Fichten gepflanzt. „51 000 Stück kommen in die Erde“, ist von Revierförster Hubertus Peters zu erfahren. Die ebenfalls zweijährigen Pflanzen kommen mit dem wenig optimalen Boden am Waldeingang nahe Groß Ernsthof zurecht: „Hier gibt es eine starke Bodenvegetation, besonders das Farnkraut wächst sehr schnell und hoch. Aber die Kiefern halten das aus und kommen durch“, ist Peters überzeugt. Die Kiefernaufforstung war notwendig geworden, da die bisher dort stehenden Bäume einem Schädling, dem Buchdrucker, zum Opfer gefallen waren. „Sie waren so stark von diesen Käfern befallen und zerfressen, dass wir sie abholzen mussten“, erklärt der Förster.

Neben Kiefern haben Peters‘ Forstwirte zusammen mit den von Lehrmeister Thomas Dahlmann betreuten Auszubildenden 2000 Erlen, 1700 Buchen, 3450 Douglasien und 200 Winterlinden zu pflanzen. Und in anderen Revieren des Forstamtes Jägerhof werden ebenfalls noch Flächen aufgeforstet.

Nach fünf Jahren sollen die Kiefern- und die Eichenkultur mannshoch gewachsen sein. Wenn das gelingt, können in 150 Jahren an den Standorten in Jägerhof und in der Netzebander Heide gesunde große Bäume geerntet werden, sind die beiden Grünröcke überzeugt.

Von Cornelia Meerkatz

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