Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Ostvorpommern Forum zur Ernährungswirtschaft
Vorpommern Greifswald Ostvorpommern Forum zur Ernährungswirtschaft
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:01 08.11.2016

Wie lässt sich mit der Ernährungswirtschaft in MV künftig mehr Wertschöpfung und damit mehr Arbeitsplätze erzielen? Das war das zentrale Thema eines Unternehmerforums, das gestern im Hallen- und Anlagenbau Wusterhusen stattfand. In den landesweit 87 Betrieben mit jeweils mehr als 50 Mitarbeitern sei im ersten Halbjahr 2016 ein Umsatz von 2,2 Milliarden Euro erwirtschaftet worden, sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) am Montag auf dem Unternehmerforum. Landesweit beschäftigt die Branche 14400 Menschen. Wichtig sei, dass sich die Ernährungswirtschaft dem Thema Digitalisierung stelle. Ziel müssten Wertschöpfungsnetzwerke sein, von der Fertigung bis zur Versorgung.

Gut 70 Gäste aus Politik und Wirtschaft, darunter Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) und der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern, Patrick Dahlemann (SPD), waren der Einladung gefolgt.

Auch der ehemalige Geschäftsführer von Greifen-Fleisch und IHK-Präsident Walter Kienast sowie Norbert Braun, Chef der gleichnamigen Greifswalder Unternehmensgruppe, sowie Landwirte aus der Region waren der Einladung gefolgt.

Inhaltliche Impulse für die Diskussion lieferte der deutschlandweit bekannte Lebensmittelunternehmer und Aufsichtsratsvorsitzende des Bundesligisten FC Schalke 04, Clemens Tönnies aus Nordrhein-Westfalen. Er pflegt seit 1992 Kontakte nach MV, speziell auf den Darß. Bei seinem „Ausblick in die Zukunft der Lebensmittelproduktion“verwies er darauf, dass „die Branche bei der technologischen Ausrichtung erst am Anfang der Entwicklung steht“. Die Anwendung von Robotertechnik beispielsweise sei noch die Ausnahme in der Branche. Für Unternehmen auf dem Food-Markt gelte auch in Zukunft, „Trends und Entwicklungen zu gestalten und den Anforderungen und Bedürfnissen der Verbraucher entgegenzukommen“.

Das neue Veranstaltungsformat für die regionale Wirtschaft in Vorpommern war vom Hallenbauspezialisten HAB gemeinsam mit dem Verein Agrarmarketing MV, der Wirtschaftsfördergesellschaft Vorpommern und der Bio am Sund GmbH organisiert worden. „Das Unternehmerforum bietet eine offene Plattform zum Gedankenaustausch“, betonte HAB-Geschäftsführer Andreas Pörsch. In der produktsensiblen Ernährungswirtschaft seien Vertrauen und das Gespür für die individuellen Anforderungen der Geschäftspartner enorm wichtig. Um hier produzierte landwirtschaftliche Rohstoffe auch im Land zu verarbeiten und so für mehr Arbeitsplätze zu sorgen, sei eine hohe Qualität entscheidend. HAB realisiert für Unternehmen aus der Ernährungswirtschaft, speziell für Großbäckereien, Fleisch- und Fischverarbeitungsfabriken, maßgeschneiderte und damit hochwertige Produktions- und Lagerhallen. „Die Anforderungen in der Ernährungswirtschaft heute sind ganz andere als noch vor ein paar Jahren.

Bei den neuen Hallen müssen meine Mitarbeiter Energieeffizienz, Automatisierung und Digitalisierung im Blick haben“, erklärte Pörsch bei einem Betriebsrundgang.

Cornelia Meerkatz und Martina Rathke

Mehr zum Thema

Bundesweit ist jeder sechste Deutsche über 65 Jahre noch erwerbstätig / MV liegt mit einer Beschäftigungsquote von 13,5 Prozent auf Platz 12 / Im Kreis liegt sie darunter

04.11.2016

Bundesweit ist jeder sechste Deutsche über 65 Jahre erwerbstätig / MV liegt mit einer Beschäftigungsquote von 13,5 Prozent auf Platz 12 / Im Kreis ist die Quote niedriger

04.11.2016

Bundesweit ist jeder sechste Deutsche über 65 Jahre erwerbstätig / MV liegt mit einer Beschäftigungsquote von 13,5 Prozent auf Platz 12 / Im Kreis ist die Quote niedriger

04.11.2016

Es hat schon Tradition: das Martinsfest der Grundschule „Lütte Nordlichter“ in Dersekow. Am Freitagnachmittag ist es wieder soweit.

08.11.2016

Die Allgemeine Wählergemeinschaft Neuenkirchen (AWN) lädt norgen um 19 Uhr zu einem Informationsabend in den „Stettiner Hof“, Theodor-Körner-Straße 20, ein.

08.11.2016

Wissenschaftler beklagen mangelnde Unterstützung durch Bildungsministerium

05.11.2016
Anzeige