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Fünf-Euro-Münzen: Weg sind sie!

Greifswald Fünf-Euro-Münzen: Weg sind sie!

Die Sammlerstücke sind extrem schnell vergriffen / Bürger vermutet Mauscheleien

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Es kann doch nicht so schwer sein, eine Liste zu führen.Jürgen Zocher, Bankkunde

Greifswald. Die Fünf-Euro-Münzen der Deutschen Bundesbank sind ein echter Renner. Mehr als eine Stunde warteten Interessenten vor den Filialen der Deutschen Bundesbank, um eines der zwei Millionen Zahlungsmittel „Tropische Zone“ mit dem Polymerring zu ergattern. Mehr als eine Münze pro Interessent gab es nicht. Sie sind längst vergriffen. Schon am ersten Tag wurden normale Fünf-Euro-Münzen für 32 Euro im Internetauktionshaus Ebay versteigert. Beim Münzhändler MDM ist das begehrte Stück aktuell für 9,90 Euro plus Versandkosten zu haben. Andere wollen deutlich mehr.

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Die Sammlerstücke sind extrem schnell vergriffen / Bürger vermutet Mauscheleien

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Der Ludwigsburger Jürgen Zocher wittert Mauscheleien, Umverteilungen zugunsten der Münzhändler. „Letztes Jahr konnte ich drei Fünf-Euro-Münzen ,Blauer Planet’ bei der Sparkasse Vorpommern für mich und meine Söhne problemlos bestellen“, erzählt er. 2017 sei sein jüngerer Sohn brüsk abgewiesen worden. Auch Vater Zocher bekam am Tag darauf einen Korb. „Es kann doch nicht so schwer sein, eine Liste anzulegen. Offenbar ist mit den Filialschließungen auch die Kundenorientierung und Kundenfreundlichkeit reduziert worden.“

Das weist Kati Ambrosat, Sprecherin des Geldinstitutes, zurück. Die Sparkasse würde gern mehr Münzen vergeben, bekommen sie aber nicht. Einige Filialen hätten früher Listen geführt, bestätigt sie.

„Das ist aufgrund der großen Nachfrage nicht mehr leistbar“, so Ambrosat.„Wir können bei der Bundesbank unseren Bedarf anmelden“, erläutert sie. „Wir bekamen nur ein Drittel der bestellten Fünf-Euro-Münzen. Darum konnte jede Filiale nur eine relativ kleine Menge bekommen. Das Interesse sei im gesamten Gebiet der Sparkasse Vorpommern von Ribnitz bis Heringsdorf sehr groß.

Vorpommern haben ohnehin schlechte Karten, wenn es um Münzen geht. In MV unterhält die Bundesbank nur Filialen in Rostock und Neubrandenburg. Viele Geldinstitute, in Greifswald zum Beispiel die Sparda-Bank und die Commerzbank, bieten ihren Kunden gar keine Münzen an. Die Volksbank Raiffeisenbank schon. „Wir bekamen deutlich weniger Münzen als 2016“, sagt Sprecherin Manuela Wurm. Die Filialen hätten nur wenige Geldstücke bekommen können. „Weil wir nicht wissen, wie viele Münzen wir bekommen, ist es schwer Bestellungen entgegenzunehmen“, so Wurm weiter. Darum würden die Münzen nach Reihenfolge der Anfrage in den Filialen vergeben. Auch bei der Sparkasse haben Interessenten nur eine Chance, wenn sie gleich morgens am Ausgabetag kommen, so Ambrosat.

„Wir haben 2017 die gleiche Zahl wie bei der Sondermünze, Blauer Planet’ im vergangenen Jahr herausgegeben“, stellt Ina Christ für die Deutsche Bundesbank fest. „Auch der Verteilungsschlüssel ist der gleiche. Zwei Drittel bekommen Banken und Sparkassen, ein Drittel die Münzhändler. Der Bedarf ist viel höher als die Auflage.“ Er sei auch 2017 im Vergleich zu 2016 gestiegen. „Gründe dafür kennen wir nicht“, so Christ. Neben der einfachen Fünf-Euro-Münze „Stempelglanz“ wurden übrigens noch 300000 Stück in der Sammlerqualität „Spiegelglanz“ geprägt zum Preis von 15,99 Euro.

Etwas besser sei die Situation bei den 10- und 20-Euro-Münzen, informiert Wurm. „In der Steinbeckerstraße in Greifswald gibt es nur noch 20-Euro-Münzen, in Anklam auch 10-Euro-Münzen.“

Eckhard Oberdörfer

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