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Ostvorpommern Gemeinde bekommt eine neue Kita
Vorpommern Greifswald Ostvorpommern Gemeinde bekommt eine neue Kita
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08:08 20.09.2016
Wir brauchen Platz.“Petra Götze, Kita-Leiterin

1,6 Millionen Euro – soviel Geld investieren das Land und die Volkssolidarität Greifswald-Ostvorpommern (Vs) in den Neubau einer Kindertagesstätte in Züssow. Gestern erfolgte der symbolische erste Spatenstich. Morgen gibt es die erste Bauanlaufberatung. In der kommenden Woche sollen dann die Arbeiten beginnen.

Land und Volkssolidarität investieren 1,6 Millionen Euro – Arbeiten in Züssow starten nächste Woche

„Entstehen wird ein Flachbau mit sechs Gruppenräumen, einem zentralen Bewegungsraum sowie mehreren Nebenräumen. Er soll Platz für 18 Krippen-, 39 Kindergarten- sowie 44 Hortkinder bieten“, erläuterte gestern Markus Eichler, Assistent der Geschäftsführung des Vs-Kreisverbands.

Mit dem Neubau geht eine mehr als 40-jährige Ära in der Züssower Kindergartengeschichte zu Ende. 1975 war der bis heute genutzte gemeindeeigene Komplex in der Schulstraße eingeweiht worden. „Der war seinerzeit sehr modern“, erinnert sich Kitaleiterin Petra Götze (62). „Bis dahin war der örtliche Kindergarten in einer Baracke untergebracht, die man zuvor für den Bau der Züssower Schule errichtet hatte.“ Ungewöhnlich schon damals: die Größe des Kindergartengeländes. 10000 Quadratmeter! Petra Götze hat sie bis heute gegen manchen einschneidenden Plan verteidigt. Für den jetzigen Neubau gab die Gemeinde das Areal als Erbbaupacht an die Volkssolidarität Greifswald-Ostvorpommern ab. Deren Geschäftsführerin Kerstin Winter verkündete schon vor einem Jahr die Absicht, neu bauen zu wollen.

Danach hatte es zunächst gar nicht ausgesehen. „Die Dachrinnen mussten erneuert werden“, erinnert sich Kita-Hausmeister Torsten Prozek. Kita-Leiterin Petra Götze hatte die Gemeindevertretung um Geld für eine Fassadensanierung gebeten. Beim Kita-Betreiber, der Volkssolidarität, reifte jedoch der Entschluss, einen neuen Hort- und Kindergarten errichten zu lassen. In der Gemeindevertretung stieß

diese Idee auf Zuspruch. Es folgten Verhandlungen mit dem Land, um Fördermittel zu erlangen.

Knapp 1,2 Millionen Euro bewilligte das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz – Geld aus dem EU-Programm zur Förderung der integrierten ländlichen Entwicklung. „Weitere 180

000 Euro bewilligte das Land aufgrund seiner Richtlinie über die Förderung von Investitionen zum bedarfsgerechten Ausbau der Kindertagesförderung für Kinder bis zum vollendeten dritten Lebensjahr“, teilte Isabel Michaelis, Sprecherin des Vs-Kreisverbands, gestern mit. Die Volkssolidarität selbst steuere 220000 Euro dazu. „Der Neubau wird am Ende nicht nur den Kindern dienen“, erklärt Rüdiger Schulz, Geschäftsführer des Rostocker Architektenbüros Sts, dass die Planung erstellte und die Baubetreuung übernimmt. Auch die Gemeinde werde von ihm profitieren. Der Clou des neuen Objekts wird ein großer Gemeinschaftsraum mit Oberlicht sein. „Eine Art kleiner Marktplatz, wo sich alle treffen“, sagt Schulz.

Dass der Kita-Neubau auch gebraucht wird - daran ließ gestern keiner einen Zweifel aufkommen. „Der jetzige alte Kindergarten ist zu klein. Seit einem Jahr schon werden die Hortkinder deshalb im nahen Schulhaus betreut“, erklärt Petra Götze. Auch Krippenplätze gebe es zu wenig. „Wir haben gerademal zehn. Die reichen hinten und vorne nicht.“ Mit dem Neubau würden alle räumlichen Engpässe auf einen Schlag behoben und das auf längere Sicht.

Die Kindertagesstätte Züssow wird über die Gemeindegrenze hinaus geschätzt. „Wir betreuen auch Nachwuchs aus Lühmannsdorf, Krebsow, Kessin, Karlsburg, Schlatkow und Schmatzin“, schildert Götze. Für sie selbst wird der neue Kindergarten der abschließende Höhepunkt ihres jahrzehntelangen Arbeitslebens sein. 2017, wenn alles fertig und übergeben ist, geht Petra Götze in Rente.

Sven Jeske

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