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Ostvorpommern Greifswald ist Spitzenstandort
Vorpommern Greifswald Ostvorpommern Greifswald ist Spitzenstandort
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00:00 08.06.2017
Wirtschaftsförderer in den neuen Räumen von „Invest in MV“ am Markt. FOTOS(3): ECKHARD OBERDÖRFER

Die Universitätsstadt hat sich zum lukrativen Wirtschaftsstandort für Investoren entwickelt. Nahezu jede vierte Ansiedlung von insgesamt 22 Firmen im Land erfolgte 2016 in Greifswald. So steht es im Jahresbericht der Landeswirtschaftsfördergesellschaft Invest in Mecklenburg-Vorpommern (Invest in MV). Auch Stralsund, Lubmin, Anklam und Süderholz (je eine) konnten sich in Vorpommern über neue oder Unternehmenserweiterungen freuen.

Die Hälfte aller Neuansiedlungen in Vorpommern entfällt auf die Stadt / neues Büro eröffnet

Und es sollen noch mehr werden. „Wir starten eine Offensive für Industrieansiedlungen“, sagte Landeswirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) in Greifswald beim Sommerempfang von MVInvest. Seit Jahresbeginn gelten im östlichen Landesteil höhere Fördersätze als im übrigen MV. „Wir werben so speziell für Vorpommern“, so der Minister und fügte gut gelaunt in Richtung des ebenfalls anwesenden Infrastrukturministers hinzu: „Kollege Pegel wird die gesamte digitale Welt nach vorne treiben und die Werften und die Industrie vernetzen.“

Für Greifswald sieht der Minister große Chancen für neue Firmen in den Bereichen Medizintechnik, Biomedizin und Pharmazie. „In diesen Bereichen wird gut bezahlt und die Arbeitsplätze sind zukunftssicher“, betonte der Minister. Mit der Uni und der Unimedizin gebe es sehr gute Voraussetzungen.

Auch die räumlichen Voraussetzungen für die Wirtschaftsförderer haben sich deutlich verbessert. Der Sommerempfang mit Vertretern der Wirtschaft aus ganz MV und Bundestags- und Landtagsabgeordneten wurde zur Einweihung der neuen Räume am Markt genutzt. Fünf Mitarbeiter arbeiten nun in der Etage über dem Braugasthaus „Fritz“. Der Chef von MVInvest, Michael Sturm, will zwei Tage pro Woche in Greifswald sein. Das erste Büro der Gesellschaft befand sich seit 2012 in der Domstraße.

„Das war eher etwas unscheinbar“, meinte Greifswalds Oberbürgermermeister Stefan Fassbinder (Grüne). „Am Markt haben sie eine deutlich angenehmere Umgebung und eine ansprechende Gastronomie.“ Die weichen Standortfaktoren würden immer mehr an Bedeutung gewinnen. „Für alle, die nicht in eine Großstadt wollen, hat Greifswald die perfekte Work-Life-Balance“, stellte der OB fest. Das abgestufte Verfahren der Landes-, regionalen und städtischen Wirtschaftsförderung sei erfolgreich, schätzte er ein.

„Greifswald ist ein Spitzenstandort für die Region“, pflichtete Michael Sturm bei. „Es ist meine Lieblingshansestadt.“ Wie Rostock, Stralsund und Wismar, ergänzte er dann. „Wirtschaftsförderer lügen, ohne rot zu werden“, setzte Sturm launig hinzu. Um Vorpommern als Wirtschaftsstandort bekannter zu machen, sei man unter anderem in der Türkei und in der Schweiz mit Unternehmern unterwegs. „Wir waren im Tessin“, berichtete Udo Possin, Geschäftsführender Gesellschafter der Greifswalder Dienstleistungsfirma ml & s. „Auch aus Italien kamen Geschäftsleute.“ Solche Reisen seien eine gute Möglichkeit, sich kennenzulernen und Vorpommern bekannter zu machen.

Auch Russland bleibe ein wichtiger Partner, versicherte Glawe. Er überreichte Andrei Zverev eine Urkunde als Wirtschaftsbotschafter von MV. Der Professor ist Berater von Präsident Putin und vertritt den Russischen Verband der Unternehmer in Deutschland. „Ich mache alles möglich, was ich kann“, sagte Zverev. Er sieht große Chancen auf regionaler Ebene, für MV besonders in der Zusammenarbeit mit dem Gebiet um Kaliningrad.

Fakten

Invest in MV unterbreitete nach eigenen Angaben 2016 für MV 210 Standortangebote (69 im östlichen Teil). 22 Projekte liefen positiv (9 im Osten). 1076 Dauerarbeitsplätze entstanden (241 im östlichen Landesteil). Für Greifswald nennt die Statistik 120 neue Arbeitsplätze in den Bereichen Elektrotechnik/Elektronik, Life Sciences, maritime und Lebensmittelindustrie, in Anklam 50 (Lebensmittelindustrie), in Süderholz 20 (Logistik), in Lubmin 11 (Chemie/Kunststoffe) und in Stralsund 40 (Luft- und Raumfahrttechnik).

Eckhard Oberdörfer

Dat Läben is ümmer in Bewägung un kann sik von eenen Dach taun den annern Dach ännern. So kann dat in'n Läbensafloop lütte un ok groote Verännerungen gäben.

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