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Ostvorpommern Gristow: Tierarzt leitet Verein für den Naturerlebnispark
Vorpommern Greifswald Ostvorpommern Gristow: Tierarzt leitet Verein für den Naturerlebnispark
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00:00 27.07.2016

Schwarzkittel wären gut. Schwarzkittel, wie Wildschweine gemeinhin auch genannt werden, fehlen im Naturerlebnispark Gristow, weiß Peter Zabel. Dem Tierarzt aus Neuenkirchen schwebt vor, ein Gatter für sie einzurichten. „Es gibt da noch einige feuchte Stellen zum Suhlen“, sagt er.

Geht es um den 70 Hektar großen Park, hat Zabel seit neuestem ein Wörtchen mitzureden. Der Förderverein für die Freizeitanlage nördlich von Greifswald hat den jungen Veterinär zu seinem Vorsitzenden gewählt. Nun sucht er noch einen Tierpfleger, der sich auf Pferde versteht. Eigentlich hätte man auch gerne jemanden, der den Park leitet. Die langjährige Managerin ist nicht mehr an Bord. Peter Zabel und andere Ehrenamtler schauen so oft sie können nach dem Rechten. Doch jeder von ihnen ist beruflich anderweitig eingespannt. Und so wäre es wohl ganz gut, fände sich jemand, der in der Lage ist, die tagtäglichen Abläufe und Erfordernisse im Park im Blick zu behalten.

Auch wenn der Naturerlebnispark unter die Bestimmungen des Landeszoogesetzes fällt – ein Zoo sei er nicht, stellt Mesekenhagens Bürgermeister Geert-Christoph Seidlein, Mitglied im Park-Förderverein, klar. Zwar leben gut 300 Tiere auf dem 70 Hektar-Areal, aber wer sie sehen möchte, muss gut zu Fuß sein, so weitläufig sind sie untergebracht.

Die Alpakaherde etwa, die der Greifswalder Heiko Köpke hier betreibt, hat ihr Domizil weitab vom Schuss. Köpke kann das nur recht sein. Denn so bleiben seine Tiere zumeist ungestört. Die wenigsten der laut Parkverein jährlich gut 18000 Besucher würden sich die Mühe machen, den Park bis in seine hintersten Ecken zu erkunden, gibt Peter Zabel zu verstehen. „Die meisten verbleiben im vorderen, eingangsnahen Abschnitt.“ Dort gibt es Spielplätze, Bänke, sind auch Toiletten.

Dass sich der Gristower Naturerlebnispark in den kommenden Jahren herkömmlichen Tierparks angleicht, ist nicht anzunehmen. „Wir wollen kein Spaßpark sein“, sagt Geert-Christoph Seidlein und fügt hinzu: „Wir bieten, was wir haben – die Fläche.“ Wo, fragt Seidlein noch, könne man eine Familienfeier mit 150 Leuten veranstalten und die Kinder laufen lassen, ohne sich Gedanken um ihre Sicherheit machen zu müssen?

Aus Sicht des auch für Tierparks zuständigen Landes-Umweltministers, Till Backhaus (SPD), ist der Naturerlebnispark Gristow entwicklungsfähig. Er selbst sei bereit, die Betreiber zu unterstützen, beteuerte er dieser Tage bei einem Besuch der Anlage. „Ich kenne einige Stiftungen, die hier helfen könnten. Dieser Park hat Potenzial.“ Aus Sicht von Backhaus bietet sich das Areal, auf dem gut 300 Tiere - darunter alte Haustierrassen - leben, als außerschulischer Lernort an. Der Erlebnispark habe Züge eines Bauernhofs. Das müsse man nutzen.

Sven Jeske

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