Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Ostvorpommern Groß Ernsthof: Erbitterter Streit um einen Hausgiebel
Vorpommern Greifswald Ostvorpommern Groß Ernsthof: Erbitterter Streit um einen Hausgiebel
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 04.04.2014

Ein bizarrer Nachbarschaftsstreit gärt seit über zwei Jahren in Groß Ernsthof (Gemeinde Rubenow, Amt Lubmin). Zankapfel ist der unverputzte Giebel eines Wohnhauses in der Greifswalder Chaussee. Der bildete früher eine gemeinsame Wand mit einem inzwischen abgerissenen Gebäude auf dem Nachbargrundstück. Die Bewohnerin des Hauses mit besagtem Giebel beklagt, dass durch das unverputzte Mauerwerk Feuchtigkeit in ihre Wohnung eindringe und sie damit schädige. Vom Besitzer des Nachbargrundstücks verlangt sie, den aus Sicherheitsgründen abgestützten Giebel abzudichten, zu dämmen und zu verputzen.

Vor dem Landgericht in Stralsund unterlag die Hausbewohnerin Hannelore Hoyer (61) in erster Instanz gegen ihren Nachbarn. Jetzt will sie in Berufung gehen und vor das Oberlandesgericht ziehen.

Das Wiederherrichten der Wand, so behauptet Hannelore Hoyer, sei ihr vom Nachbarn dereinst während eines Notartermins versprochen worden. Wie aus den Prozessakten ersichtlich, bestreitet der Nachbar jedoch, jemals eine solche Zusage abgegeben zu haben. Hannelore Hoyer räumt ein und bedauert, dass dergleichen schriftlich nie vereinbart worden sei. „Möglicherweise enthält aber das damals bei der Notarin angefertigte Protokoll eine Randnotiz, aus der hervorgeht, dass ich diese mündliche Zusage von ihm erhalten habe“, mutmaßt sie.

Die Notarin, die aus Altersgründen inzwischen nicht mehr tätig ist, teilte unterdessen dem Landgericht mit, dass sie sich nicht mehr im Detail an eine solche vermeintliche Abmachung erinnern könne.

Hannelore Hoyer will nicht aufgeben und die vertrackte Angelegenheit geklärt wissen. „Wenn die Mauer in Ordnung ist, würde ich den kleinen Grundstücksstreifen, auf dem sie steht, gerne dazukaufen“, sagt sie. In der vom Landgericht im März verkündeten Entscheidung heißt es indes: Es sei „zweifelhaft, ob Erklärungen bzw. Zusagen der vorbeschriebenen Art und Weise eine rechtsverbindliche Wirkung entfalten“. Und: „Eine solche Zusage hätte einer notariellen Beurkundung bedurft.“



Tom Schroeter

620 000 Euro investieren Bund, Land und Denkmalstiftung für den Erhalt eines Gebäudes in Ludwigsburg.

04.04.2014

Zwischen Neuenkirchen und der Abfahrt nach Gristow liegt beinahe auf Schritt und Tritt Abfall.

02.04.2014

Zum vierten Mal lud der Kreisjagdverband zu einem Ball ein. Diesmal nach Liepen im Peenetal.

01.04.2014
Anzeige