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Hafen Vierow weiter auf Erfolgskurs

Vierow Hafen Vierow weiter auf Erfolgskurs

Das Unternehmen errichtet eine weitere Lagerhalle, um vor allem Getreide nicht mehr im Freien lagern zu müssen. Auch ein Lkw-Stellplatz für 40 Fahrzeuge soll bald entstehen.

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Das MS „Clarity“ kam gestern aus Rotterdam in Vierow an, um Ladung aufzunehmen. Fotos (2): Cornelia Meerkatz

Vierow. Auf der nunmehr siebten Lagerhalle auf dem Gelände des Hafens Vierow weht seit Freitagnachmittag die Richtkrone. „Das Beste kommt immer zum Schluss“, sagt Hafen-Geschäftsführer Alfred Bligenthal. Mit der Halle — die mit ihren 2500 Quadratmeter Lagerfläche eigentlich nur ca. halb so groß wie die bereits vorhandenen ist — werde nach seinen Worten eine große Baumaßnahme abgeschlossen. Die Halle werde dringend gebraucht, um auch in Spitzenzeiten keine Agrarprodukte mehr unter freiem Himmel lagern zu müssen, „wenn sich hier mal wieder Lkw an Lkw reiht. Da wir bei den anderen Hallen nie ein Richtfest gefeiert haben, wollten wir es wenigstens bei der letzten tun“, erklärte er. Für diese letzte Halle und die technische Anbindung an die Förderanlagen des Standortes seien noch einmal 1,2 Millionen Euro als Investition in die Hand genommen worden, informierte Bligenthal.

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Das Unternehmen errichtet eine weitere Lagerhalle, um vor allem Getreide nicht mehr im Freien lagern zu müssen. Auch ein Lkw-Stellplatz für 40 Fahrzeuge soll bald entstehen.

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Gesamtumschlag der vorpommerschen Häfen              
  Stralsund Sassnitz Wolgast Anklam Uecker-münde Vierow Greifswald-Ladebow
2015 1784349 1615967 318862 62269 122154 1024250  
2014 1658368 2069845 416354 75764 126143 1019562 167356

Wirtschaftsstaatssekretär Stefan Rudolph (CDU), der sich nicht nur die Halle, sondern das gesamte Gewerbegebiet Vierow anschaute, betonte, dass der Bau der neuen Lagerhalle ohne jegliche Fördermittel vom Land gebaut wurde. „Der Hafen hat lediglich in den Jahren 2001/2002 für die Errichtung einer Halle zur Zwischenlagerung von witterungsempfindlichen Stück- und Schüttgütern einschließlich der dazugehörigen Umschlagtechnik einen Landeszuschuss von knapp 850 000 Euro erhalten“, sagte er. Die Gesamtinvestition betrug damals über 1,7 Millionen Euro. Laut Rudolph seien inzwischen viele Synergien entstanden, sodass der Hafen Neubauten auch ohne Zuschüsse stemme.

Grund für die gute wirtschaftliche Lage sei zum einen die enge Kooperation mit der im Gewerbegebiet Hafen Vierow ansässigen Viela Export GmbH, zum anderen die attraktive Lage des Hafens Vierow für Firmen, da es von dort nicht weit zu bedeutenden Seehäfen Polens, Skandinaviens und des Baltikums ist. „Auf diese Weise hat sich das Unternehmen in den vergangenen Jahren zum zweitstärksten Umschlagplatz für Getreide und Futtermittel in MV entwickelt“, lobte er. Er habe deshalb auf seiner jüngsten Reise nach Russland von der erstaunlichen Entwicklung des kleinen vorpommerschen Hafens erzählt und damit bei etlichen Firmen großes Interesse hervorgerufen, berichtete der Staatssekretär.

Im Hafen Vierow mit seinen beiden Liegeplätzen ist der Umschlag im vergangenen Jahr gegenüber 2014 konstant geblieben, das ist unter anderem auch der Kooperation mit dem Hafen Sassnitz Mukran geschuldet. „Die Viela Export GmbH betreibt im Hafen Sassnitz-Mukran überaus erfolgreich ein Agrar-Terminal. Von dieser Entwicklung in Mukran profitiert auch Vierow als Short-sea-Zulieferer“, erläuterte Bligenthal.

Für die Zukunft hat der Hafen Vierow weitere Pläne. So soll die Entwicklung des an den Hafen angrenzenden Gewerbegebietes mit der Errichtung eines Lkw-Parkplatzes unterstützt weden. 40 Fahrzeuge soll er aufnehmen können. „Dann ist das Thema der mit Fahrzeugen blockierten Zufahrt endlich passé“, so Bligenthal. Darüber hinaus hofft der Vierow Hafen auf den baldigen Beginn des Baus des dritten Liegenplatzes. Geplant ist auch, eine Bandanlage zwischen Eisenbahnanschluss und Lagerhallen zu bauen, um die per Bahn gelieferten Schüttgüter schnell und wetterunabhängig in die Lager transportieren zu können. „Diese Investition wird vorgenommen, wenn die Voraussetzungen stimmen, insbesondere die nachhaltig gesicherte Menge. Dann wird sie sich auch rentieren“, ist der Hafenchef überzeugt.

Von Cornelia Meerkatz

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