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HanseYachts sucht 30 neue Mitarbeiter

Greifswald HanseYachts sucht 30 neue Mitarbeiter

Das Unternehmen hat Probleme, Leute vom Fach zu finden – Flüchtlingsinitiative vorerst gescheitert

Greifswald. Gute Auslastung, Tariflohn, gleichmäßige Arbeitszeit – für Jens Thom sind das drei triftige Gründe, um beim Sportboothersteller HanseYachts anzuheuern. Der Abteilungsleiter Produktion des in Greifswald gut 700 Beschäftigte zählenden Unternehmens hat dennoch Probleme, zusätzliche Fachkräfte zu bekommen. Weil der Arbeitsmarkt nur wenige ausgebildete Bootsbauer hergebe, würden in den Werkhallen an der Ladebower Chaussee auch Tischler als solche eingesetzt.

„Bootsbauer zu bekommen ist nicht so leicht“, bestätigt Hanse Yachts Bewerbermanagerin Jeanette Stadie. Deutschlandweit gibt es nur noch drei Berufsschulen für dieses Handwerk, laut profinautic, einem Branchenbuch für Boote und Yachten, hingegen mehr als 170 Hersteller.

Jörg Klaeske, Jobvermittler für die Arbeitsagentur in Greifswald, kennt das Problem. Seit geraumer Zeit schon tut er für HanseYachts, was er kann. In der Jobbörse, einem online-Stellenmarktportal der Bundesarbeitsagentur, seien aktuell neun Stellenofferten der Hanse Yachts AG zu finden, zudem fünf Ausbildungsplätze, sagt Klaeske. Das Unternehmen selbst sucht Jeanette Stadie zufolge aktuell gut 30 neue Mitarbeiter. Bootsbauer, Tischler, Schlosser, Laminierer...

557 Boote verkaufte Hanse Yachts im Geschäftsjahr 2015/16. Eine Vielzahl der in Auftrag gegebenen Yachten muss zum Saisonstart im späten Frühjahr startklar sein, weshalb die Produktion um diese Zeit auf Hochtouren läuft. Ohne Leiharbeiter, gibt Jens Thom zu verstehen, wäre es schwierig. „Wir atmen ganz doll durch sie. Wenn wir die nicht hätten!“ Laut Bewerbermanagerin Jeanette Stadie ist Hanse Yachts daran interessiert, die Zahl seiner Leiharbeiter zu reduzieren und stattdessen mehr Festanstellungen vorzunehmen. Gerne würde man auch Flüchtlinge beschäftigen. Eine erste Initiative dazu war 2016 quasi über Nacht gescheitert. „Wir hatten bereits Betriebsführungen mit Flüchtlingen organisiert und waren drauf und dran, einige von ihnen einzustellen. Dann aber wurde das ganze Programm abgeblasen.“ Laut Arbeitsvermittler Jörg Klaeske konzentriert man sich nun erstmal darauf, Flüchtlingen die deutsche Sprache beizubringen. Danach werde es sicherlich neuerlich eine Beschäftigungsinitiative geben.

Berufsberater René Wunsch sah sich gestern erstmals bei Hanse Yachts um. Er war einer von mehr als 20 Jobvermittlern der Arbeitsagentur aus Greifswald, Wolgast und Anklam, die von Jens Thom durch Produktionsbereiche geführt wurden. „Das Alles hier ist schon sehr industrialisiert, ganz anders als in kleinen Werkstätten, in denen Rehabilitanden, die ich berate, bislang arbeiteten“, befand Wunsch. Trotzdem glaube er, dass einige seiner Kunden hier arbeiten könnten.

„Wir nehmen auch Leute, die den Beruf nicht erlernt haben, aber handwerklich geschickt sind“, beteuert Jeanette Stadie. In den offiziellen Stellenangeboten von Hanse Yachts firmieren jene „unter engagierter Berufseinsteiger“. Bereitschaft zum Schichtsystem, Teamfähigkeit und hohe Motivation sowie eine strukturierte, selbstständige Arbeitsweise werden auch von ihnen verlangt.

Sven Jeske

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