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Ostvorpommern Historisches Pflaster wieder schick
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00:00 28.09.2017
Die unter Denkmalschutz stehende Straße ist schick geworden: Das historische Pflaster wird beidseitig von einer Steinmauer eingesäumt.
Lubmin

„Unsere Alte Dorfstraße war früher so katastrophal, dass sich manch einer nicht mehr traute, dort lang zu fahren. Jetzt ist die Straße so schön geworden, dass man sich fast wieder nicht traut, dort zu fahren“, meint Lubmins Bürgermeister Axel Vogt (CDU) mit einem Augenzwinkern. Zur offiziellen Einweihung gestern Vormittag durfte tatsächlich niemand über die sanierte Straße fahren – aber nur, damit Bürgermeister, der Chef der Stralsunder Baufirma und Anwohner in Ruhe das Band durchschneiden konnten.

Die denkmalgeschützte Alte Dorfstraße in Lubmin ist nach der Sanierung ein Schmuckstück

Für die Sanierung der Straße, die das alte Dorf mit der Freester Straße verbindet, wurden insgesamt 400000 Euro in die Hand genommen. Da es sich um eine denkmalgeschützte Einfahrt ins alte Dorf handelt und ein Teilabschnitt der Straße im Sanierungsgebiet liegt, steuerte das Land im Rahmen der Städtebauförderung 72000 Euro bei. Die Gemeinde Lubmin kostet die Instandsetzung 288 000 Euro.

„Wir haben dabei außerordentlich gut mit der Denkmalbehörde zusammengearbeitet und gemeinsam ausgelotet, was möglich ist und was nicht“, lobte der Bürgermeister während der Einweihung.

Festgeschrieben war, dass das historische Pflaster wieder verwendet und die Steinmauer erneut aufgebaut werden muss.

„Beides ist außerordentlich gut gelungen. Die Pflasterarbeiten wurden in einer Top-Qualität ausgeführt und die Steinmauer haben wir jetzt länger gestaltet, sodass sich optisch ein geschlossenes Bild ergibt“, sagt Vogt. Auch Siegrid Kastner, Anwohnerin in der Straße, schwärmt: „Es ist toll geworden. Die Baufirma hat super Qualität abgeliefert und immer auf die Belange der Anwohner Rücksicht genommen. Gemeinsam mit anderen Anwohnern habe ich immer mit großem Interesse den Baufortschritt verfolgt. Die waren super schnell“, betont sie. Siegrid Kastner, die in Lubmin aufgewachsen ist und deren Eltern und Großeltern auch aus dem Seebad stammten, kann sich noch gut an die Alte Dorfstraße erinnern, als sie ein Kind war. „Da zogen hier übers Pflaster noch Pferdefuhrwerke ihre Leiterwagen entlang. Dieses Bild hat sich mir eingeprägt. Schön, dass dieses alte Pflaster wieder verwendet wurde“, freut sie sich.

Die Schnelligkeit der Baufirma ist der Grund, warum bereits jetzt, Ende September, Übergabe gefeiert werden kann. Nachdem mit den Bauarbeiten im Oktober vergangenen Jahres begonnen wurde, war als Fertigstellungstermin vor Weihnachten avisiert. „Neben der Sanierung der Straße hat auch gleich der Zweckverband Wasser/Abwasser Boddenküste eine neue Abwasserleitung verlegt“, so der Bürgermeister.

Für das an der Alten Dorfstraße entstehende neue, kleine Wohngebiet für zehn Eigenheime wurde zudem die Wasserleitung mit in den Boden gebracht.

Nach der offiziellen Übergabe der denkmalgeschützten Straße wurde gefeiert: Die Baufirma hatte Bürgermeister und Anwohner eingeladen. Das Band, welches anlässlich der Einweihung durchtrennt wurde, war dabei übrigens heiß begehrt: Baufirma, Gemeinde, Ortschronist, Heimatverein – alle wollten ein Erinnerungsstück.

Cornelia Meerkatz

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