Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Höchste Ehrung für Peenemünder Denkmalschützer

Peenemünde Höchste Ehrung für Peenemünder Denkmalschützer

Leiter des Historisch-Technischen Museums enthüllte Europa-Nostra-Award im Kesselhaus des ehemaligen Kraftwerks.

Voriger Artikel
VIER FRAGEN AN...
Nächster Artikel
Wasser-Zweckverband feierte seine Ursprünge vor 20 Jahren

Im Kesselhaus enthüllten Dr. Claus-Peter Echter, Vizepräsident von Europa Nostra, Metallrestaurator Wolfgang Hofmann und HTM-Geschäftsführer Michael Gericke (v.l.) die Auszeichnung.

Quelle: Tom Schröter

Peenemünde. Das Historisch-Technische Museum in Peenemünde sorgt einmal mehr für Aufsehen: Im Kesselhaus des früheren Kraftwerks wurde jetzt die Bronzetafel des Europa-Nostra-Preises 2013 enthüllt.

Bereits am 16. Juni war dem Museum diese höchste europäische Auszeichnung für das Kulturerbe in der Kategorie I „Restaurierung/Konservierung“ während eines Festakts in Athen verliehen worden.

Die Europäische Union würdigt mit dem Preis die denkmalpflegerische Leistung während eines 2011 abgeschlossenen Restaurierungsprojekts. Dieses befasste sich mit der Sanierung von Mauerwerk und Anlagen des Kesselhauses, des Brecherhauses samt Schrägbrücke, des Siebhauses und der Bekohlungsanlagen inklusive der Kranbahn. „Die Arbeiten am größten Industriedenkmal in Mecklenburg-Vorpommern zeichneten sich aus durch einen außergewöhnlich behutsamen Umgang und standen unter dem Leitmotiv ,Erinnerung und Mahnung‘“, befindet Dr. Claus-Peter Echter, Vizepräsident von Europa Nostra.

Der Hamburger Politikwissenschaftler und Historiker Prof. Peter Reichel verweist auf den vielseitigen Umgang mit der Geschichte Peenemündes während der Nazidiktatur. Die Raketenentwicklung in der Heeresversuchsanstalt Peenemünde sei einerseits eine technische Großtat, andererseits angesichts ihrer Absichten und Folgen ein großes Verbrechen gewesen. Angesichts dieser Ambivalenz warnt Reichel vor einer Abkehr des historisch-kritischen Blickes. Außerdem weist er kritisch auf die aktuell fehlende wissenschaftliche Leitung nebst Beirat im Peenemünder Museum hin: „Sachverstand ist notwendig für die Fortentwicklung des Museums als international beachtetem und äußerst sensiblem Erinnerungsort.“ Der Hamburger Wissenschaftler schlägt vor, der Einrichtung als „Museum der Beschleunigung“ eine übergeordnete Bezugsebene zu geben, die bisher fehle. Sich verschärfende Massenkommunikation und -produktion seien beispielsweise geeignete Themenfelder. ts

 

OZ

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostvorpommern
Verlagshaus Greifswald

Johann-Sebastian-Bach-Str. 32
17489 Greifswald

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag
10.00 bis 17.00 Uhr
Freitag
10.00 bis 15.30

Leiterin Lokalredaktion: Katharina Degrassi
Telefon: 0 38 34 / 79 36 74
E-Mail: greifswald@ostsee-zeitung.de

Beilagen
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Physik,Kernphysik,Wendelstein,Plasmaphysik,Atome Teaser der den User auf die Themenseite führen soll image/svg+xml Image Teaser Wendelstein 7-X 2015-09-23 de Themenseite Wendelstein 7-X In der Fusionsanlage des Max-Planck-Instituts in Greifswald wird erforscht, ob sich die Kernfusion zur Energiegewinnung eignet. Hier finden Sie Artikel, Videos und viele weitere Informationen zum Thema.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.