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Ostvorpommern Höchste Ehrung für Peenemünder Denkmalschützer
Vorpommern Greifswald Ostvorpommern Höchste Ehrung für Peenemünder Denkmalschützer
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03:42 10.09.2013
Im Kesselhaus enthüllten Dr. Claus-Peter Echter, Vizepräsident von Europa Nostra, Metallrestaurator Wolfgang Hofmann und HTM-Geschäftsführer Michael Gericke (v.l.) die Auszeichnung. Quelle: Tom Schröter
Peenemünde

Das Historisch-Technische Museum in Peenemünde sorgt einmal mehr für Aufsehen: Im Kesselhaus des früheren Kraftwerks wurde jetzt die Bronzetafel des Europa-Nostra-Preises 2013 enthüllt.

Bereits am 16. Juni war dem Museum diese höchste europäische Auszeichnung für das Kulturerbe in der Kategorie I „Restaurierung/Konservierung“ während eines Festakts in Athen verliehen worden.

Die Europäische Union würdigt mit dem Preis die denkmalpflegerische Leistung während eines 2011 abgeschlossenen Restaurierungsprojekts. Dieses befasste sich mit der Sanierung von Mauerwerk und Anlagen des Kesselhauses, des Brecherhauses samt Schrägbrücke, des Siebhauses und der Bekohlungsanlagen inklusive der Kranbahn. „Die Arbeiten am größten Industriedenkmal in Mecklenburg-Vorpommern zeichneten sich aus durch einen außergewöhnlich behutsamen Umgang und standen unter dem Leitmotiv ,Erinnerung und Mahnung‘“, befindet Dr. Claus-Peter Echter, Vizepräsident von Europa Nostra.

Der Hamburger Politikwissenschaftler und Historiker Prof. Peter Reichel verweist auf den vielseitigen Umgang mit der Geschichte Peenemündes während der Nazidiktatur. Die Raketenentwicklung in der Heeresversuchsanstalt Peenemünde sei einerseits eine technische Großtat, andererseits angesichts ihrer Absichten und Folgen ein großes Verbrechen gewesen. Angesichts dieser Ambivalenz warnt Reichel vor einer Abkehr des historisch-kritischen Blickes. Außerdem weist er kritisch auf die aktuell fehlende wissenschaftliche Leitung nebst Beirat im Peenemünder Museum hin: „Sachverstand ist notwendig für die Fortentwicklung des Museums als international beachtetem und äußerst sensiblem Erinnerungsort.“ Der Hamburger Wissenschaftler schlägt vor, der Einrichtung als „Museum der Beschleunigung“ eine übergeordnete Bezugsebene zu geben, die bisher fehle. Sich verschärfende Massenkommunikation und -produktion seien beispielsweise geeignete Themenfelder. ts

OZ

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