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00:00 20.04.2013
Eindrucksvoll, aber nicht dauerhaft standfest: die kilometerlange Pappelreihe zwischen Kölzin und Upatel bei Gützkow. Quelle: jes
Kölzin

Das bestätigte Jutta Dinse, Bürgermeisterin der Gemeinde Kölzin. Womöglich schon im Herbst dieses Jahres könnten die ersten der etwa 150 Bäume gefällt werden. Einige wenige habe man bereits abtragen lassen, weil sie tot gewesen seien und damit früher oder später umzustürzen drohten, erklärte Dinse.

Pappeln seien das Unkraut unter den Bäumen, behauptet Gemeindevertreter Ronny Zitzow. „Sie zählen zu den am schnellsten wachsenden Gehölzen. Stirbt ihr weiches Holz ab, brechen riesige Äste schonmal wie Glas und rauschen runter.“ Gefährlich! Doch das eigentliche Ärgernis ist ein anderes: „Die Wurzeln der Bäume drücken den Asphalt der Straße hoch“, schildert Zitzow. Im Jahr 2004 erst war die 2,6 Kilometer lange Trasse für immerhin 350 000 Euro saniert worden. „Jetzt hat sie schon wieder Risse und Schuld daran sind die Baumwurzeln“, stellt Zitzow klar.

Die Pappeln zwischen Upatel und Kölzin, erinnert sich Zitzow, waren Anfang der 1980-er Jahre von einer der damaligen Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften gepflanzt worden. „Wohl, um die von großen Feldern geprägte Gegend zu begrünen und einen Windschutz zu haben.“ Vielmehr, glaubt Ronny Zitzow, steckte nicht dahinter. „Es war damals eben so eine Aktion.“ Nicht die einzige ihrer Art im Kölziner Raum. Vor einen Schweinestall im nahen Dargezin setzte man seinerzeit mehr als 70 Pappeln. Allesamt wurden dieser Tage gefällt. „Die verbliebenen Stubben wollen wir noch wegfräsen lassen“, kündigte Bürgermeisterin Dinse an. Dann dürfte nichts mehr von der einstigen Pflanzung künden. Für die in Dargezin beseitigten Bäume muss die Gemeinde wohl Ersatzpflanzungen vornehmen. Die würden auch im Falle der Baumreihe zwischen Kölzin und Upatel fällig. Allein hier rechnet Jutta Dinse mit Gesamtkosten von 22 000 Euro.

Auch andernorts halten Bäume die kleine Kommune auf Trab: Die Lindenallee zwischen Dargezin und dem zwei Kilometer nördlich gelegenen Dargezin-Vorwerk etwa muss und soll noch in diesem Jahr ausgeästet werden.

Hand anlegen lassen wollen die Kölziner in diesem Jahr auch an die Straße von Dargezin nach Vorwerk sowie an die Trasse von Kölzin zum Funkturm. Beide Fahrbahnen sind brüchig und löchrig. Die Straße nach Vorwerk soll eine neue Asphaltschicht erhalten. Zudem will man die Bankette sanieren.

Die Pappel als Energieholz
In Deutschland gibt es eine nationale Pappelkommission. Sie ist dem Ministerium für Landwirtschaft angegliedert. Die Pappel spielt zunehmend eine Rolle als Energieholzlieferant. Die Anzahl entsprechender Plantagen hat in Deutschland deutlich zugenommen. Die Kommission erwartet eine weitere starke Zunahme solcher Flächen.

Sven Jeske

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