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In Schmoldow geht es hoch hinaus

Schmoldow In Schmoldow geht es hoch hinaus

An diesem Wochenende wird das im Mai geplatzte Flugplatzfest klein nachgeholt.

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Ob Segelflug oder Fallschirmsprung: Auf dem Flugplatz Schmoldow ist an diesem Wochenende beides möglich.

Quelle: scg

Schmoldow. Erst ganz am Boden und nun hoch hinaus: Nachdem der Sportfliegerclub Greifswald sein Flugplatzfest in Schmoldow im Mai übereilt und kurzfristig abgesagt hatte, will er es an diesem Wochenende in kleinerem Umfang nachholen. „Wer uns am Sonnabend oder am Sonntag besucht, kann im Segelflugzeug, im Ultraleichtflieger, im Motorflieger und auch im Ballon abheben“, verspricht Vereinsmitglied Bernd Radzimski. „Ganz Mutige können einen Tandemsprung am Fallschirm unternehmen — alles gegen ein Entgelt“, fügt er hinzu.

Zum Flugplatzfest im vergangenen Jahr waren 3000 Menschen nach Schmoldow gekommen. Mit so vielen hatte Vereinschef Thomas Schulz auch im Mai 2013 gerechnet. Doch dann wurde bekannt, dass die Europäische Union eine Verordnung in Kraft gesetzt hatte, die es Sportfliegern untersagt, Flüge gegen Bezahlung durchzuführen. In Schmoldow war man wie vor den Kopf gestoßen. Ohne Bezahlung durch die Besucher, erklärte Vereinschef Schulz, wären Rundflüge nicht zu finanzieren. Das große Fest blies er deshalb kurzerhand ab.

Was Thomas Schulz und die anderen Mitglieder des Greifswalder Sportfliegerclubs nicht ahnen konnten: Das Bundesministerium für Verkehr legte die umstrittene Verordnung aus Brüssel unmittelbar vor dem Schmoldower Festtermin auf Eis. In einem mehrseitigen Schreiben an die EU-Kommission wies Berlin auf die „enormen Probleme“ hin, die die neue EU-Verordnung für deutsche Luftsportverbände mit sich brächte. Die betroffenen Vereine verlören „eine wichtige Einnahmequelle, um ihre Kosten zu decken. Eine Berufspilotenlizenz, wie Brüssel sie nunmehr für Bezahlflüge fordere, sei für die Vereine nicht finanzierbar. Man habe erhebliche Zweifel, „ob eine konsequente Umsetzung der Verordnung angezeigt“ sei. „Erhebliche Verwerfungen mit zum Teil dramatischen Folgen für das Vereinsleben in Deutschland wären sonst zu befürchten“, hieß es aus Berlin. Bis zu einer endgültigen Klärung durch die EU-Kommission, legte das zuständige Bundesministerium fest, seien bezahlte Rundflüge bei Festen von Luftsportvereinen weiterhin gestattet.

Das Machtwort aus der Hauptstadt sorgte für Erleichterung bei den Sportfliegern in Schmoldow. Für ihr Flugplatzfest im Mai kam es allerdings zu spät. „So oder so: Die EU-Verordnung wurde gekippt.

Nun ist wieder alles beim Alten“, freut sich Bernd Radzimski. Um das Flugplatzfest noch in diesem Jahr im seinerzeit geplanten Umfang nachzuholen, hätten weder Zeit noch Kapazitäten gereicht. Dennoch wolle der Verein nun jedem wenigstens die Möglichkeit zum Fliegen geben. „Das ganz große Drumherum heben wir uns für 2014 auf. Dann wird der Flugplatz Schmoldow 60 Jahre alt und das werden wir natürlich gebührend feiern“, so Bernd Radzimski.

Das große Fest feiern wir 2014.“Bernd Radzimski, Sportflieger

 

 

Sven Jeske

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