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Keine Eiswaden beim Eisbaden

Lubmin Keine Eiswaden beim Eisbaden

60 Eisbader aus ganz Deutschland werden zum Wochenende in Lubmin erwartet – die „Seehunde“ laden ein

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Auch ein „Seehunde“-Can-Can will geübt sein: Die Lubminer Eisbader probieren für ihren großen Auftritt am Sonnabend. FOTOS (2): PETER MACHULE

Lubmin. Verrückt, aber gesund – so lautet die Einschätzung vieler Lubminer, wenn es um den Club der Seehunde Lubmin geht. Seit mehreren Jahrzehnten treffen sich diese „coolen Typen“, eine kleine verschworene Gemeinschaft von Gleichgesinnten, von November bis April allwöchentlich am heimischen Strand zum gemeinsamen Baden im eisigen Boddenwasser. „Eis frei“lautet ihr Schlachtruf.

 

OZ-Bild

Deutschlands „dienstälteste“ organisierte Eisbaderin Inge Toletzki (66) mit einer Schautafel zu 40 Jahren organisiertem Eisbaden in Lubmin.

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Nachweislich können die Lubminer für sich verbuchen, deutschlandweit die ersten gewesen zu sein, die – als Gruppe organisiert – im Winter 1976 in das kühle Boddenwasser stiegen. Nach dem Buch „Ärzte im Selbstversuch“ wollten sie seinerzeit die Kneippsche Kur am eigenen Körper erproben. Seither fand dieser eisige Freizeitsport nicht nur bei den Lubminern zahlreiche Anhänger.

Schon bald gründeten sich weitere Eisbaderclubs in Rostock, Stralsund, Waren, Berlin, Gera, Osterburg, Leipzig, Pirna ... Reihum traf man sich zu den beliebten Treffen der Winterschwimmer, die damals von der DDR-Pionierzeitschrift „Trommel“ organisiert und veranstaltet wurde.

Eiswaden vom Eisbaden bekommen die Lubminer Seehunde schon lange nicht mehr, eher heiße Waden. „Jene winterlichen Großveranstaltungen in den 1970-er und 1980-er Jahren waren sehr beliebt und ermunterten vor allem Kinder und Jugendliche, sich frühzeitig abzuhärten und etwas für die eigene Gesundheit zu tun“, meint Lubmins Eisbader-Urgestein und Gründungsmitglied der Seehunde, Rainer Toletzki (66). „Eisbaden ist wie eine Sucht, einmal damit angefangen, kann man nicht mehr davon lassen und fühlt sich nach jedem Bad wie neu geboren“, beschreibt Inge Toletzki (66), dienstälteste Lubminer Eisbaderin, ihre frostige Leidenschaft.

Sogar ein eigenes Lied, komponiert vom ehemaligen Lubminer Lehrer und ebenfalls aktiven Eisbader Gert-Udo Witt, nennen die Seehunde ihr eigen: „Im Winter, im Sommer, bei Regen und bei Schnee zieht es uns hinunter zum Baden in der See. Wir pfeifen auf Regen, Kälte und Wind, weil wir echte Seehunde sind...“.

Für dieses Jahr trainieren die Seehunde sogar noch eine eigene Schrittkombination ein, den sogenannten „Lubminer Eisbader-Cancan“. Aufgeführt werden soll er am Wochenende, wenn an traditioneller Stelle an der Lubminer Seebrücke 60 Eisbader aus ganz Deutschland und hunderte Zuschauer erwartet werden, um in die noch kühlen Fluten zu springen. Organisert wird das Spektakel vom Rostocker Eisbader Bodo Tietze zusammen mit den Seehunden.

„Wir haben für unsere Gäste ein buntes Programm vorbereitet, schließlich kommen viele schon am Freitag hier an“, berichtet Toletzki. Vorgesehen ist für die Gäste eine Besichtigung des ehemaligen Kernkraftwerks sowie eine Kutschfahrt durch die Lubminer Heide. Ab 18.30 Uhr findet ein abendliches Baden und ab 21 Uhr eine Nachtwächterführung in der Hansestadt Greifswald statt.

Für den Sonnabend (1. April) ist eine Fahrt zum Freester Hafen vorgesehen, um von dort mit dem Ausflugsdampfer der Apollo Reederei vorbei an der Insel Ruden zur Greifswalder Oie zu schippern, wo es einen Landgang gibt. Ab 14 Uhr erfolgt der gemeinsame Abmarsch aller Teilnehmer mit Schalmeienbegleitung von der Lubminer Gaststätte „Knirk“ zur Seebrücke. Dort beginnt ab 14 Uhr in bester „Trommeltreffen- Tradition“ das Showbaden mit wahrem Volksfestcharakter und danach die offizielle Veranstaltung aller Eisbader.

Infos: bei Organisator Bodo Tietze, eis.tiger@gmx.de

Peter Machule

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