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Ostvorpommern Kemnitz soll Verkehrsinsel erhalten
Vorpommern Greifswald Ostvorpommern Kemnitz soll Verkehrsinsel erhalten
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00:00 29.06.2016
Ortseinfahrt Kemnitz, von Katzow kommend: Eine Verkehrsinsel soll Laster zum langsamen Fahren zwingen. Quelle: Sven Jeske

Eine sogenannte Verkehrsinsel soll Autofahrer in Kemnitz dazu bewegen, den Fuß vom Gaspedal zu nehmen. Eingerichtet werden solle sie am Ortsausgang Richtung Katzow, teilte die SPD/Grünen-Fraktion im Kreistag nach einer Beratung mit Vertretern der Gemeinde, der Kreisverwaltung und des Landesstraßenbauamts mit. In der Parlamentssitzung Anfang Juni hatte sich die Fraktion für Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung in dem Dorf eingesetzt.

Das von uns geforderte Tempo 30 muss kommen, um die Lage in Kemnitz zu verbessern.“Falko Beitz, SPD-Kreistagsfraktion

Kemnitz, östlich von Greifswald gelegen, hat seit Jahren ein Problem mit Schwerlastern. Tagein, tagaus rollen jene durch den Ort. Die meisten sind unterwegs zum Hafen Vierow oder kommen von dort.

Kemnitz passieren sie, weil das Dorf auf dem kürzesten Weg liegt. Viele der Lkw für Vierow nähern sich ihrem Ziel vom Süden her über die Bundesstraße 109. Bei Hanshagen biegen sie auf eine Kreisstraße ein, über die sie auf die Landesstraße nach Kemnitz und weiter durch das Dorf auf die Landesstraße Greifswald – Vierow – Lubmin gelangen. In Vierow entladen, nehmen sie den selben Weg in umgekehrte Richtung. Glaubt man einer Verkehrszählung aus dem Jahr 2014, fuhren damals sechsmal mehr Laster durch Kemnitz als im Jahr 2000.

Die gemeinsame Kreistagsfraktion von SPD und Grünen hatte sich für eine innerörtliche Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h für alle Fahrzeuge sowie eine beidseitige, stationäre Verkehrsüberwachung stark gemacht. Sie verwies auf eine Geschwindigkeitsmessung, die das Straßenbauamt Neustrelitz vom 24. November bis 1. Dezember 2015 vornahm. Damals, bestätigte die Kreisverkehrsbehörde, waren rund 92 Prozent aller den Ort durchfahrenden Lkw und 39 Prozent der erfassten Pkw schneller als erlaubt im Dorf unterwegs. Auch die Lärmobergrenzen seien überschritten worden.

Um, wie von SPD und Grünen gefordert, im ganzen Ort Tempo 30 einzuführen und zudem Blitzer aufzustellen, war das alles nicht hinreichend. Zu viel Lärm allein sei kein Grund für die Einführung von Tempo-30, machte ein Mitarbeiter der Kreisverkehrsbehörde klar. Blitzer indes dürften nur dort aufgestellt werden, wo Gefahren bestünden und viele Unfälle wegen überhöhter Geschwindigkeit passierten.

Das aber sei in Kemnitz nicht der Fall. Dennoch ließe sich der Verkehr dort beeinflussen, meinte der Fachmann und regte an, die Ortseinfahrt baulich so zu verändern, dass Verkehrsteilnehmer dazu gezwungen werden, langsamer zu fahren. Das soll nunmehr mit einer Verkehrsinsel geschehen. In SPD-Kreisen wertet man das als Erfolg der eigenen Bestrebungen. Richtig glücklich sei man damit allerdings nicht, lässt Fraktionsgeschäftsführer Falko Beitz durchblicken. „Die von uns und Anwohnern geforderte Begrenzung der Höchstgeschwindigkeit für alle Fahrzeuge muss kommen, denn sie ist das wirksamste Mittel zur Lärmreduzierung“, erklärte er.

Sven Jeske

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