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Kieshofer Moor: Gericht entscheidet pro Landeigner

Wackerow Kieshofer Moor: Gericht entscheidet pro Landeigner

Entspannung in der seit Jahren schwelenden Auseinandersetzung um das wiedervernässte Naturschutzgebiet (NSG) Kieshofer Moor nördlich von Greifswald. Das Oberverwaltungsgericht in Greifswald hat eine Entscheidung zugunsten der Landeigner getroffen, deren Acker- und Weideflächen an das NSG grenzen.

Wackerow. Danach dürfen ihre Gelände nicht gegen ihren Willen für die Erhaltung des Kieshofer Moores verwendet werden.

Der Richterspruch steht im Zusammenhang mit einem staatlich geförderten Flurneuordnungsverfahren in der Gemeinde Wackerow, zu der die Moorgegend zählt. Das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt (Stalu) hatte in seiner Anordnung des Verfahrens seinerzeit formuliert, dass mit der Flurneuordnung im Raum Wackerow „auch eine Moorschutzmaßnahme des Landes (Kieshofer Moor) unterstützt werden“ solle, indem Eigentümern angrenzender Ländereien „geeignete Austauschflächen zur Verfügung gestellt werden“. Gegen diese Formulierung hatte die Gemeinde Wackerow im Sinne betroffener Flächeneigner umgehend Widerspruch beim Landwirtschaftsministerium eingelegt. Das wies den Widerspruch als „unbegründet“ zurück, worauf Wackerow gegen das Ministerium klagte.

Eine Ausweisung von Austauschflächen im Zuge der Flurneuordnung hätte nach Ansicht betroffener Bürger und der Gemeindevertretung nichts anderes bedeutet als die Zementierung einer in den letzten Jahren schleichend eingetretenen Ausweitung des Feuchtgebiets. Das Naturschutzgebiet Kieshofer Moor ist seit den 1990er Jahren derart vernässt worden, dass angrenzende Forstflächen, Privatgrundstücke sowie landwirtschaftlich genutzte Areale in Mitleidenschaft gezogen wurden. Statt auf Austauschflächen drängen betroffene Landeigner auf eine Normalisierung der Verhältnisse.

S. Jeske

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