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Kita-Bau wird 90000 Euro teurer

Mesekenhagen Kita-Bau wird 90000 Euro teurer

Gemeindevertreter Mesekenhagen verärgert / Ursache der Probleme soll starker Regen sein

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Die Baustelle der künftigen Kindertagesstätte in Mesekenhagen.

Quelle: Foto: Peter Binder

Mesekenhagen. Der Bau der neuen Kindertagesstätte an der Greifswalder Straße verzögert sich. Die Arbeiten mussten kurz nach dem Beginn letzte Woche eingestellt werden, weil die Baumaschinen im Boden einsackten.

Eine Spezialfirma sollte den Baugrund durch Einbringen sogenannter Rüttelstopfsäulen verstärken, damit später das Kita-Gebäude sicher darauf stehen kann. 13 Säulen wurden gesetzt, dann ging nichts mehr. Nun soll eine weitere Lage Schotter aufgebracht werden, um den Untergrund für den Einsatz der Maschinen zu stabilisieren. Eine Schotterschicht und Geotextilien liegen bereits in der Erde.

Inklusive der Kosten für die Firma, der für die Ausfalltage der Spezialmaschinen eine Entschädigung zusteht, schlagen die zusätzlichen Arbeiten mit etwa 90000 Euro zu Buche, informierte Holger Fehlhaber seitens der Firma IPROconsult. Deren Greifswalder Niederlassung ist für Planung und Bau des Gebäudes verantwortlich.

Die Mehrkosten und die Verzögerung sorgten auf der Sitzung der Gemeindevertretung Mesekenhagen am Montagabend gemeinsam mit Holger Fehlhaber und Susan Bienert von IPROproconsult sowie Peter Schumann vom Bauamt des Amtes Landhagen für kritische Diskussionen und Nachfragen.

Für Gemeindevertreter Wilfried Bernstein ist es völlig unverständlich, dass die zweite Schotterschicht nicht vor dem Einsatz der Rüttelstopfmaschine eingebracht wurde. „Dass der Boden hier zu weich ist, wusste man doch“, war einer seiner zahlreichen Kritikpunkte. Bürgermeister Geert- Christoph Seidlein erinnerte an das teure und aufwändige Bodengutachten für den Kitaneubau vor eineinhalb Jahren. „Damals konnte man den Eindruck gewinnen, das ganze Dorf versinkt im Schlamm, weil der Baugrund hier so schlecht ist“, sagte er. „Nun ist er also noch schlechter.“ Dass der starke Regen ein Problem sei, sollte man aber bei der Bewertung berücksichtigen.

Wilfried Bernstein hat das bisherige Baugeschehen genau verfolgt. Nach seinen Beobachtungen wurde die Baugrube um einen halben Meter zu tief ausgehoben. Das wies Holger Fehlhaber indes zurück. Er zeigte den Gemeindevertretern eine ganze Reihe von Abbildungen und bemühte sich um eine anschauliche Darstellung zum komplizierten Baugrund.

Auch die von Wilfried Bernstein vorgeschlagene Grundwasserabsenkung sei unter den Mesekenhäger Verhältnissen nicht anwendbar. Holger Fehlhaber lud die Gemeindevertretung ein, sich vor Ort selbst ein Bild zu machen. Heute Nachmittag wollen die Volksvertreter das Angebot wahrnehmen.

Gemeindevertreter kritisierten ferner, dass der Bauzaun nicht rechtzeitig aufgestellt wurde. Woran das lag, muss noch ermittelt werden. Die Gemeindevertretung gab letztlich grünes Licht für die Fortführung der Arbeiten für die Kita, da die Mehrkosten noch im Rahmen der geplanten und bewilligten Kosten lägen.

Die Kindertagesstätte

Durch kontinuierlich wachsende Anforderungen und Auflagen hat die jetzige Kita aktuell eine Kapazität von nur noch 40 Plätzen. In der neuen werden es 64 sein. Sie soll etwa 2,5 Millionen Euro kosten, der größte Teil sind Fördermittel. Die Planung sieht vor, die Kindertagesstätte im Herbst nächsten Jahres zu übergeben. Das ist trotz der Verzögerung weiter möglich.

Eckhard Oberdörfer

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