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Klimapartnerschaft wird ausgebaut

Greifswald Klimapartnerschaft wird ausgebaut

Vertreter der brasilianischen Stadt Pomerode weilen in Greifswald, um weitere Maßnahmen zu besprechen

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Erinnerungsfoto mit Rathaus und Dom im Hintergrund: Die Pomeroder trafen sich mit Mitarbeitern des Stadtbauamtes. Fotos (2): Cornelia Meerkatz

Greifswald. Seit Januar 2015 verbindet die Universitäts- und Hansestadt Greifswald und die vorwiegend von Pommern bewohnte brasilianische Partnerstadt Pomerode im Bundesstaat Santa Catarina eine Klimapartnerschaft. Die Schwerpunkte der Zusammenarbeit liegen auf einer nachhaltigen touristischen Entwicklung, der Förderung umweltfreundlicher Mobilität und der Verringerung des Energie- und Ressourcenverbrauchs.

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Vertreter der brasilianischen Stadt Pomerode weilen in Greifswald, um weitere Maßnahmen zu besprechen

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Radfahren ist bei uns ein Zeichen von Armut. Jeder, der etwas auf sich hält, kauft sich lieber ein großes Auto.“Alberto Ramlow, Pomerode

Derzeit weilen Vertreter aus Pomerode am Ryck, um die weitere Zusammenarbeit zu besprechen. Die Brasilianer hatten dazu mehrere Gespräche mit Vertretern des Stadtbauamtes. Michael Haufe aus der Umweltabteilung begleitete die weitgereisten Gäste und erläuterte ihnen anhand vieler Beispiele, wie hierzulande auf die Umwelt geachtet wird. Die Ideen und geplanten Maßnahmen im Rahmen der Klimapartnerschaft schilderten beide Seiten im Bau- und im Wirtschaftsausschuss der Bürgerschaft.

So interessieren sich die Pomeroder Vertreter sehr für die Entwicklung eines nachhaltigen Tourismus. Besonderes Augenmerk legen sie auf die Entwicklung des Radtourismus: „Wir müssen den Pomerodern klarmachen, dass Radfahren kein Zeichen von Armut, sondern eine umweltfreundliche Fortbewegungsweise ist“, sagte Alberto Ramlow, der als Vertreter des Pomeroder Bürgermeisters mitgereist war. In Brasilien sei es vor allem bei jungen Menschen üblich, sich sofort ein möglichst großes Auto zu kaufen, sobald eine Arbeit gefunden sei. „Das soll Wohlstand und ein gutes Leben demonstrieren“, erläuterten die Gäste.

Radfahren würden die wenigsten. Deshalb soll bei den Kindern begonnen werden. Der brasilianische Besuch nimmt Tipps mit, wie sich das Image des Radfahrens verbessern lässt. So können Schüler als Multiplikatoren gewonnen werden, auch mit Schul- und Umweltprojekten. Denn gerade die Umweltbildung nimmt in den Schulen Pomerodes einen breiten Raum ein. Angesichts der Berge rund um Pomerode machen sicher auch Hinweise auf Elektrofahrräder Sinn.

Interessiert verfolgten die Gäste die Bemühungen Greifswalds bei der Schaffung einer Kooperation zwischen lokalen Hotels, Citybus, Carsharing und Usedomrad. „Wir wollen damit eine umweltfreundliche Vor-Ort-Mobilität garantieren. Auch diese Idee lässt sich exportieren“, erklärte Michael Haufe. Ramlow begrüßt das. „Wir wollen durch die Klimapartnerschaft voneinander lernen.“

Die Klimaexperten bildeten sich auch auf dem Gebiet der Abfallentsorgung weiter. Dazu besichtigten sie die Deponie in Rosenow und auch einen Recyclinghof. Exkursionen gab es auch zum Themengebiet Biogasnutzung und nachhaltige Landwirtschaft. Michael Haufe berichtete ihnen außerdem vom Aufbau eines Solarkatasters. Nach Aussage der brasilianischen Gäste habe sich der Aufenthalt in Greifswald gelohnt: „Uns wurden viele Möglichkeiten zur Verringerung des Energie- und Ressourcenverbrauchs aufgezeigt“, meinten sie.

Von Cornelia Meerkatz

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