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Ostvorpommern Kreis sucht Projekte für den ländlichen Raum
Vorpommern Greifswald Ostvorpommern Kreis sucht Projekte für den ländlichen Raum
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00:00 12.03.2014
Pfarrhaus-Sanierung Wusterhusen: Gefördert mit 74 845 Euro.
Greifswald

Wie geht es weiter mit der EU-Hilfe für den ländlichen Raum? Das ist die Frage, die derzeit noch niemand beantworten kann. Zweieinhalb Monate nach dem Ende der jüngsten, von Brüssel einst auf sieben Jahre festgelegten Förderperiode tappen zuständige Mitarbeiter der Ämter und der Kreisverwaltung im Dunkeln.

„Im Moment ist alles offen“, räumt Ulrike Lierse, in puncto EU-Förderung Ansprechpartnerin auf Kreisebene, ein. Seit dem 1. Februar agiert sie als Kontaktperson für Ämter, Gemeinden und Vereine im früheren Ostvorpommern. Von denen wurden bisher so einige mit Geld aus Brüssel unterstützt. Mehr als fünf Millionen Euro flossen seit 2008 über das europäische Förderprogramm zur Entwicklung des ländlichen Raums (Leader) nach Usedom, in den Anklamer Raum und das Greifswalder Umland.

Beispiel Wusterhusen: Mehr als 105 000 Euro bekam die Kommune, um einen Radweg zwischen Wusterhusen und Pritzwald zu bauen. Beispiel Gützkow: Für die Neugestaltung von Zufahrten und Flächen rund um das Schlossgymnasium wurde die Kleinstadt mit 209 000 Euro bedacht, später erhielt sie nochmals 32 000 Euro, damit Freiflächen und eine Zufahrt am Kosenowsee saniert werden konnten.

Beispiel Karlsburg: Mit 102 000 Euro von der EU erneuerte die Gemeinde einen von Linden gesäumten Weg zwischen Karlsburg und der gleichnamigen Station der Usedomer Bäderbahn. Später wurde sie mit weiteren mehr als 390 000 Euro aus dem Förderprogramm unterstützt, damit sie das Dach und die Fassade ihres Gemeindehauses sanieren konnte.

Beispiel Kemnitz: Für die Instandsetzung und den Umbau des dortigen Pfarrhauses wurden über Leader mehr als 115 000 Euro lockergemacht. Beispiel Lubmin: Dank Leader konnte hier eine Senioren-Begegnungsstätte gebaut werden, Förderung: mehr als 380 000 Euro.

„In diesem Jahr gibt es definitiv kein Fördergeld aus einem Programm wie Leader“, glaubt Ulrike Lierse. Die nächste Förderperiode soll erst 2015 beginnen. Bis dahin soll der Kreis eine Strategie zur künftigen Entwicklung seines ländlichen Raums erstellen. Lierse steht vor der Aufgabe, die Förderschwerpunkte für Ostvorpommern herauszuarbeiten. „Das kann ich nur, wenn mir Ämter, Gemeinden und Vereine ihre Projektideen für die kommenden Jahre mitteilen“, stellt sie klar. „Die Projekte“, erklärt sie, „sollten auf die Entwicklung lokaler Infrastruktur und lokaler Dienstleistungen abzielen.“

Auch Dorferneuerung und Tätigkeiten zur Wiederherstellung und Verbesserung des natürlichen und kulturellen Erbes hätten eine Chance auf EU-Beihilfe. Ebenso Dienstleistungen und Infrastrukturen, die dem demografischen Wandel auf dem Lande (Überalterung der Bevölkerung und Abwanderung) entgegenwirken. Gefördert würden nicht zuletzt Verbindungen zwischen ländlichen und städtischen Gebieten.

Lierse ist sich ziemlich sicher, dass der Landkreis auch künftig mit finanzieller Unterstützung Brüssels rechnen kann. „Da wir relativ strukturschwach sind, denke ich, dass wir wieder Förderung kriegen.“ Womöglich wird sich die Kontaktfrau in puncto Zuarbeit aus den Gemeinden noch etwas gedulden müssen. Im Mai ist Kommunalwahl. Hier und da könnte es personelle Wechsel geben. Neue Leute könnten bisherige Projektideen verwerfen oder andere ins Spiel bringen.

Kontakt: Ulrike Lierse, ☎ 03834/ 87 60 31 18, ulrike.lierse@kreis-vg.de



Sven Jeske

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