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Ostvorpommern Kreis vermutet: Viele Schafhalter schlachten illegal
Vorpommern Greifswald Ostvorpommern Kreis vermutet: Viele Schafhalter schlachten illegal
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00:01 23.02.2017
Greifswald

Nicht alle Halter von Schafen und Ziegen im Landkreis Vorpommern-Greifswald nehmen es offenbar sehr genau mit den gesetzlichen Vorschriften. „Wir haben den dringenden Verdacht, dass in beträchtlichem Maße Tierhaltungen nicht gemeldet werden und zudem in Größenordnungen illegal geschlachtet wird“, sagt Pressesprecher Achim Froitzheim.

Achim Froitzheim

Der Statistik des Kreisveterinäramtes zufolge werden in der Region derzeit 10776 Schafe gehalten, davon 3100 in privater Hand. „Im krassen Gegensatz dazu stehen die angemeldeten 211 gewerblichen Schlachtungen und 112 Hausschlachtungen“, sagt Froitzheim. „Wir fragen uns ernsthaft, wohin die restlichen Tiere verschwinden, zumal nicht Tausende von Schafen lediglich als Streicheltiere gehalten werden.“

Aus Sicht des Veterinäramtes liegt die Vermutung nahe, dass viele der Schafe ohne die vorgeschriebene Fleischuntersuchung geschlachtet und verzehrt werden. Eine Ordnungswidrigkeit, die insbesondere beim Verkauf dieses Fleisches an Dritte mit einem empfindlichen Bußgeld geahndet werden könne, wie der Sprecher sagt.

Auch in anderer Hinsicht sieht das Amt Nachholbedarf. „Regelrecht geschlampt wird bei den ebenfalls rechtlich vorgeschriebenen Stichtagsmeldungen über die Tierzahlen“, erklärt Froitzheim. Schafhalter seien verpflichtet, Geburten, Zu- und Abgänge in ihrer Herde der vom Land beauftragten Stelle zu melden, der Qualitätsprüfungs- und Dienstleistungsgesellschaft MV in Güstrow (MQD), aber nur etwa jeder zweite Schafhalter halte sich daran (56 Prozent). Viele führten nicht einmal Bestandsregister. Aufgefallen war das den Mitarbeitern des Veterinäramts bei ihren Tierhaltungskontrollen im Rahmen der Geflügelpestbekämpfung, erklärt Achim Froitzheim. „Im Zuge dessen mussten die Mitarbeiter zahlreiche Privatgrundstücke betreten. So sind auch mangelhafte und fehlende Kennzeichnung mit Ohrmarken und nicht geführte Bestandsregister aufgefallen.“ Die Tierhalter wurden vom Kreis aufgefordert, diese Mängel abzustellen. „Wir werden das nachkontrollieren“, kündigt Froitzheim an.

OZ

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