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Ostvorpommern Kreis will Kaserne für fast sieben Millionen
Vorpommern Greifswald Ostvorpommern Kreis will Kaserne für fast sieben Millionen
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00:00 10.11.2016

Dass die Verwaltung des Landkreises Vorpommern-Greifswald die Kürassierkaserne in Pasewalk komplett kaufen will, ist schon länger bekannt. Auf der Sitzung des Finanzausschusses in Anklam am Dienstag wurde die Summe dazu benannt: 6856500 Euro sind für den Erwerb veranschlagt. Es wäre die größte Einzelinvestition im Kreishaushalt für das kommende Jahr.

So billig wie jetzt kriegen wir es nie wieder.“ Matthias Krins (CDU),

Vorsitzender des

Finanzausschusses

Der Kauf ist noch nicht in trockenen Tüchern. „Der Kreistag muss dazu einen Beschluss fassen. Wir planen das Geld aber schon mal ein, damit wir vorbereitet sind“, sagte Finanzdezernent Dietger Wille (CDU). Parteikollege Matthias Krins, der den Ausschuss leitet, wies außerdem darauf hin, dass ein neuer Mietvertrag Mitte 2017 geschlossen werden müsste und eine Laufzeit über zehn Jahre hätte. Das Zeitfenster für den eventuellen Kauf ist jetzt also begrenzt und würde sich erst 2027 wieder öffnen.

Krins verwies zudem auf die niedrigen Zinsen, die für einen Kredit geleistet werden müssten. „So billig wie jetzt kriegen wir es nie wieder.“ Er und Wille ließen wie auch Finanzamtsleiterin Ilka Heise wenig Zweifel daran, dass der Kauf für den Landkreis insgesamt weniger Kosten als ein Mietmodell verursachen würde, was auch beim Kauf des Kreissitzes in der Greifswalder Feldstraße der Fall war.

Möglicherweise ist der für den Kasernenerwerb notwendige Kreistagsbeschluss kaum mehr als reine Formsache. Die Fraktionsspitzen von CDU und Linken sind auf jeden Fall jetzt schon überzeugt, dass der Kauf eine gute Idee ist, wenn auf diese Weise Geld gespart werde. „Das würde uns sehr entgegenkommen“, sagte Marlies Peeger für die Linken mit Verweis auf die allgemeine Finanzsituation. Der Kreis habe sich zum Beibehalt von drei Verwaltungsstandorten bekannt. „Man muss sicherlich prüfen, ob 6,8 Millionen Euro ein angemessener Preis sind“, gab Kai Krohn für die Konservativen zu bedenken.

Sollte das Geschäft wirtschaftlich sinnvoll sein, werde die CDU zustimmen.

Die SPD hingegen sieht zuerst das Land in der Pflicht. Fraktionsvorsitzender Norbert Raulin: „Als die Kreisgebietsreform verhandelt wurde, ging es in den Gesprächen auch darum, ob es zusätzliches Geld für den Erwerb der Kaserne vom Land gibt.“ Schwerin habe damals signalisiert, Mittel bereitzustellen. Nun sei zu hoffen, dass sich die Landesregierung daran noch erinnere. „Dass wir das mit Kreditaufnahmen selber zahlen, kann bei diesem Schuldenstand nur die letzte Option sein.“ Doch auch dieser würde die SPD wohl zustimmen. „Es gilt das Gleichheitsprinzip. Wenn wir in Greifswald kaufen, sollten wir es auch in Pasewalk tun.“

Kai Lachmann

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