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L 26: Kemnitzer hoffen auf Hilfe durch Landtag

Kemnitz L 26: Kemnitzer hoffen auf Hilfe durch Landtag

Schwerlastverkehr durch den Ort nimmt weiter zu / Viele Lkw fahren auch zu schnell

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Die Zahl der Lkw, die durch Kemnitz rollen, nimmt immer mehr zu. Ein Anwohner fordert nun einen Eilantrag für eine Umgehungsstraße.

Quelle: pb

Kemnitz. Kai Pörschke schaut nicht mehr länger tatenlos zu: Er hat jetzt einen Eilantrag für den Bau einer Umgehungsstraße in Kemnitz an den Petitionsausschuss des Schweriner Landtages geschickt. Grund dafür ist der ständig zunehmende Verkehr, speziell von Lastkraftwagen, auf der Landesstraße 26, die genau durch die Gemeinde führt.

Kai Pörschke hat mit seiner Familie in Kemnitz ein Haus gebaut. Seine beiden Kinder gehen in die Grundschule und in den Kindergarten. „Ich habe Angst um sie“, gesteht er. Immer wieder würden die großen Fahrzeuge deutlich schneller als erlaubt durch den Ort rollen. „Allein die Anzahl der Laster, die täglich Richtung Hafen Vierow oder Industriegebiet Lubmin durch das Dorf fahren, ist eine Zumutung“, sagt der Mann. So schön es sei, dass dort die Arbeit brumme und der Region Steuereinnahmen zugute kommen, so schlimm sei es für die Kemnitzer.

Denn mittlerweile sei die L 26 in Kemnitz zur Rennstrecke geworden. Kaum ein Fahrzeug halte sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung. „Vor einigen Wochen wäre mein Sohn beinahe von einem schätzungsweise 50 km/h fahrenden Lkw überrollt worden. Erlaubt sind innerorts aber nur 30 km/h“, schildert der Kemnitzer Kai Pörschke. Dem Petitionsausschuss hat er deshalb mitgeteilt, dass das Risiko, durch rasende Pkw-Fahrer oder telefonierende und ebenfalls viel zu schnell fahrende Lkw-Fahrer überrollt zu werden, mittlerweile unkalkulierbar geworden sei. „Muss es erst Tote oder Verletzte geben oder gedenkt das Verkehrsministerium, schon vorher einmal etwas gegen die Rennstrecke in Kemnitz zu unternehmen?“, fragt er.

Pörschke belegt die Rennstrecken-Theorie mit aktuellen Geschwindigkeitsmessungen im Ort, die das Straßenbauamt Neustrelitz ausgewertet hat. 39 Prozent der Pkw und 92 Prozent der Lkw waren innerhalb einer Woche viel schneller als erlaubt (50 bzw. 30 km/h) unterwegs. „Mobile Radarmessgeräte bringen nichts. Die Lkw-Fahrer verständigen sich über Funk und drosseln kurz die Geschwindigkeit. Außerdem haben jene Anwohner, die das ‘Blitzen‘ auf ihren Grundstücken erlaubt haben, hinterher mit Beschimpfungen und Verunreinigungen der Grundstücke zu tun“, schildert er.

Für den Familienvater kann es deshalb nur eine Lösung geben: „Das Planfeststellungsverfahren für die geplante Umgehungsstraße Richtung Vierow/Lubmin muss vorverlegt werden“, fordert er. Außerdem schlägt er die beidseitige Installation von festen Blitzgeräten auf der L 26 in seinem Ort vor. „Das Problem des zunehmenden Schwerlastverkehrs in Kemnitz ist dem Ministerium und dem Straßenbauamt seit zehn Jahren bekannt. Aber nun ist die höchstmögliche Belastung erreicht“, erklärt Pörschke. Er weiß viele Kemnitzer auf seiner Seite und will auch den Kontakt zu den Chefs des Hafens Vierow und der Energiewerke Nord in Lubmin suchen — „denn nur zusammen können wir erreichen, dass man unsere Sorgen in Schwerin ernst nimmt“, ist seine Auffassung.

Von Cornelia Meerkatz

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