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Ostvorpommern Loitzer kämpft um seine Medizin
Vorpommern Greifswald Ostvorpommern Loitzer kämpft um seine Medizin
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00:01 05.08.2016

Mal wieder eine Abfuhr, doch Edward Szylejko gibt nicht auf. In seiner Not wandte sich der Loitzer an Mecklenburg-Vorpommerns Sozialministerin Birgit Hesse (SPD): Sie solle ihm helfen, die Kosten für ein dringend und dauerhaft benötigtes Medikament von der Krankenkasse zu bekommen.

Edward Szylejko Quelle: kl

Doch das Schweriner Ministerium winkte ab. Man sei nicht zuständig. Szylejko freute sich zwar, überhaupt eine Antwort zu erhalten, war aber enttäuscht vom Inhalt. „Ich bin mit meiner Kraft so gut wie am Ende.“ Auch seiner Frau gehe es nicht gut. Die Situation sei sehr schwierig. Dennoch: Klein beigeben will er nicht.

Jeden Monat zwei Flaschen „Sucralan“ benötigt Szylejko, damit die Spätfolgen seiner Krebserkrankung auszuhalten sind und er ein den Umständen entsprechend normales Leben führen kann. Preis pro Flasche: 30 Euro. „Für mich ist das sehr viel Geld“, sagt der Loitzer. Er bekomme nur eine Mini-Rente. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten nicht. Auch die Schriften und Briefe seiner behandelnden Ärzte änderten die Meinung der Kasse nicht. Der Grund ist einfach: Die Medizin ist in Deutschland nicht mehr auf dem Markt. Szylejko bezieht sie aus dem Ausland über eine Apotheke.

Allerdings gab es „Sucralan“ schon einmal in Deutschland zu kaufen. Der Hersteller zog das Medikament offenbar aus wirtschaftlichen Gründen zurück. Ersatzpräparate verbessern Szylejkos Zustand nicht, im Gegenteil: „Sie bereiten mir Schmerzen.“

Seit Jahren ärgert er sich nun schon mit der Krankenkasse herum. „Die Aufsicht über die IKK Nord liegt beim Bundesversicherungsamt“, heißt es dazu in der Antwort des Sozialministeriums.

Dorthin sei sein Hilfegesuch weitergeleitet worden. Ob er von dort viel Hilfe erwarten kann? Szylejko zuckt mit den Schultern. „Ich muss es probieren.“ Das Versicherungsamt hat auch schon geschrieben: Die Angelegenheit werde geprüft. kl

OZ

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