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Ostvorpommern Lubmin: Pferde machen neuen Uferweg kaputt
Vorpommern Greifswald Ostvorpommern Lubmin: Pferde machen neuen Uferweg kaputt
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02:24 01.04.2014
Der neue Lubminer Uferweg führt von der Seebrücke bis zur zwei Kilometer weiter östlich gelegenen Marina am Industriehafen. Quelle: jes
Lubmin

Noch ist er nicht ganz fertig, da wies der neue Uferweg am Lubminer Strand dieser Tage erste Schäden auf. An einer Stelle hätten Pferde den Pfad aus Lärchenholz kaputtgedrückt, schilderte Bürgermeister Axel Vogt (CDU). Offenbar wollten Reiter mit ihren Tieren zum Strand und passierten dabei den 1,50 breiten Steg. Die Schäden wurden inzwischen wieder behoben.

Damit dergleichen nicht noch einmal passiert, will die Seebadgemeinde nun entsprechende Verbotsschilder an den Strandabgängen aufstellen. Lediglich an den Strandabgängen 15 und 18 ist es Ross und Reiter gestattet, den Uferweg zu queren, um an den Strand zu kommen. An besagten Stellen, so Vogt, sei der Holzweg unterbrochen und durch Betonplatten ersetzt worden.

Laut Lubminer Strandordnung vom 25. Februar 2013 ist das Reiten zwischen Hafen Vierow und der sogenannten Wolfsschlucht (etwa 100 Meter hinter der Gaststätte Knirk im Küstenwald Richtung Marina gelegen) untersagt und lediglich im Bereich ab Strandabgang 15 bis zum Strandabgang 18 erlaubt.

Nicht zum ersten Mal sieht sich die Seebadgemeinde Problemen mit Rössern und Reitern gegenüber. In der Vergangenheit wurden jene auch schon auf öffentlichen Plätzen des Urlauberortes, etwa dem Kurpark und dem Areal am Seebadzentrum, gesehen. Bereits 2012 wies Axel Vogt deshalb öffentlich daraufhin, dass „die Bauweise der Wege und Plätze nicht für Pferde ausgelegt“ sei. Für durch Pferde verursachte Schäden würden die Reiter bzw. Pferdehalter haftbar gemacht. Sofern man ihrer denn habhaft würde. Der neue Weg ist nicht nur für Reiter tabu. Auch für Radfahrer werde er nicht freigegeben, stellt Vogt klar. Er baut auf das Einsehen der Leute. Denn Verbotsschilder für Radler wolle man nicht auch noch.

Schon jetzt ist der etwa zwei Kilometer lange, von der Lubminer Seebrücke bis zur Marina am Lubminer Industriehafen verlaufende Holzpfad ein Hit. Hunderte Menschen spazierten bereits auf ihm die Dünen entlang, das Meer im Blick. Am 9. April soll das Bauwerk endgültig fertig und abgenommen sein. Im Abschnitt vom Restaurant Blaumuschel bis zur Marina will die Gemeinde noch Bänke aufstellen lassen. Vor Jahren schon hatte sie einen befestigten Stranduferweg von der Heimvolkshochschule bis zur Seebrücke anlegen lassen. Der jetzige Weg bietet mit 1,50 Meter Breite mehr Platz als der ältere. Der neue Weg dient auch der Umwelt. Der Lubminer Küstenwald, der zwischen Seebad und Marina den Strand entlang verläuft, ist hier weitgehend Teil eines Kliffs. Um auf das Meer zu sehen, liefen viele Waldspaziergänger bislang an der Kliffkante entlang. Die wurde dadurch nachteilig beansprucht. In den vergangenen Jahrzehnten gab es hier mehrere Abbrüche. Nützen dürfte der neue Weg auch der Marina. Deren Gaststättenschiff wird künftig wohl stärker besucht.

Wir geben den Uferweg für Radler nicht frei.“Axel Vogt, Lubmins Bürgermeister



Sven Jeske

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