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Ostvorpommern Lubmin: Strandversorgung sorgt für Streit
Vorpommern Greifswald Ostvorpommern Lubmin: Strandversorgung sorgt für Streit
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00:01 30.08.2016

Die Strandversorgung im Seebad Lubmin wird nach einem Gerichtsstreit 2013 nun möglicherweise erneut zum Fall für die Justiz. Das im Seebad ansässige Sport- und Freizeitunternehmen Schawi beklagt Ungereimtheiten bei der diesjährigen Vergabe der Leistung und hat eine Anwältin eingeschaltet.

Die Seebadgemeinde hatte den Verkauf von Bockwurst, Kaffee und Eis am gut vier Kilometer langen Strand im März durch die Verwaltung des Amtes Lubmin öffentlich ausschreiben lassen. Bewerbern war ausdrücklich auferlegt worden, mit ihrem schriftlichen Angebot ein ausführliches Konzept sowie den Nachweis der gewerblichen und hygienischen Voraussetzungen vorzulegen. Einen Hygienenachweis aber soll das Unternehmen, das später den Zuschlag erhielt, mit seiner Bewerbung nicht eingereicht haben. Was aus Sicht von Schawi-Geschäftsführer Bernd Hühr einer eindeutigen Nichterfüllung der in der Ausschreibung formulierten Bedingungen gleichkommt.

Die Vorgehensweise der Amtsverwaltung ärgert Hühr immer noch maßlos. Zumal das von der Gemeinde im Zuge der Ausschreibung bevorzugte Unternehmen die Versorgung der Badegäste am Ende nicht einmal aufgenommen hat. Den ganzen Sommer über verkehrte nicht einziges Elektromobil am Lubminer Strand. Vergeblich hielten Sonnenanbeter Ausschau nach den kleinen Imbisswagen, die in den Vorjahren hier hin- und herfuhren (die OZ berichtete). Hühr selbst hatte sich um die Strandversorgung beworben, war aber nicht berücksichtigt worden. Sein späteres Angebot, für den offenbar abgetauchten Ausschreibungssieger einzuspringen, hatte Bürgermeister Axel Vogt (CDU) mit diversen Begründungen zurückgewiesen. Die Gemeindevertretung, erklärte er zum einen, habe den Service per Beschluss an ein anderes Unternehmen vergeben, das damit de facto das Recht habe, die Strandversorgung immer noch aufzunehmen. Daran rütteln ließe sich nicht mehr, da die politische Vertretung des Seebads in der Sommerpause sei, fügte er seinerzeit hinzu.

Zwischenzeitlich hatte der Lubminer Tourismus- und Gewerbeverein der Gemeindevertretung nahegelegt, die Vergabe der Strandversorgung für das Jahr 2016 durch die Kommunalaufsicht des Landkreises rechtlich prüfen zu lassen, um rechtlichen Auseinandersetzungen aus dem Wege zu gehen. Die Gemeindevertretung tritt voraussichtlich erst Ende September wieder zusammen.

Vor drei Jahren hatte es schon einmal Knatsch gegeben, weil die Seebadgemeinde die Leistung nach eigenem Gutdünken vergeben und einen Usedomer Bewerber dabei schlichtweg ignorierte hatte. Der Unbeachtete ließ sich das damals nicht gefallen und zog vor das Verwaltungsgericht in Greifswald, das ihm Recht gab. Lubmin musste daraufhin seine Vergabepraxis ändern und den Verkauf von Bockwurst, Kaffee und Eis am Strand fortan öffentlich ausschreiben.

Sven Jeske

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