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Lubmin hilft Schülern auf die Sprünge

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Die Heimvolkshochschule bietet benachteiligten Jugendlichen Bildungstage an. Der Bund fördert das Projekt.

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Spielen wie die Urgroßeltern: Die Lubminer Heimvolkshochschule vermittelt Jugendlichen Traditionen von einst.

Quelle: hvs

Lubmin. Die Heimvolkshochschule in Lubmin engagiert sich für die kulturelle Bildung benachteiligter Kinder und Jugendlicher. Mehr als ein Dutzend Mädchen und Jungen aus Greifswald werden in der kommenden Woche mehrere Tage im Bildungshaus am Meer verbringen, wo sie unter anderem Holzspielzeuge fertigen, alte Spiele kennenlernen sollen und Exkursionen in der Region unternehmen.

Die Initiative ist Teil eines deutschlandweiten Projekts, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. Unter dem Motto „Kultur macht stark“ unterstützt Berlin ab 2013 außerschulische Angebote für Kinder, die aus verschiedenen Gründen wenig oder keinen Zugang zu kulturellen und künstlerischen Angeboten haben.

In Lubmin will man den 15- und 16-Jährigen unter anderem während einer Schnipseljagd durch das SeebadWissen über ihre Heimatregion vermitteln. Auf dem Programm steht auch eine Exkursion auf die Insel Rügen, wo die Teenager die Buchenwälder der Stubnitz und die vom Romantikmaler Caspar David Friedrich verewigte so genannte Viktoriasicht an der Kreideküste besuchen. Zum Abschluss sollen die Regionalschüler dann mit den von ihnen gefertigten Spielzeugen und erlangten Kenntnissen über alte pommersche Spiele einen Parcours in einer Greifswalder Grundschule aufbauen, um dortigen Erst- bis Viertklässlern fast vergessene Traditionen nahezubringen.

Bedingung für die Projekt-Förderung durch den Bund war, dass mindestens drei Einrichtungen zusammenarbeiten und sich „aus unterschiedlicher Perspektive um junge Menschen kümmern“. In Lubmin sind das die Heimvolkshochschule, die Wirtschaftsakademie Nord und die Caspar-David-Friedrich-Schule in Greifswald. „Jeder von uns nimmt die Jugendlichen auf seine Weise an die Hand, um sie zu inspirieren und ihnen zu einem gemeinsamen Thema Wissen und Können zu vermitteln“, macht Melanie Wilkens, Projektzuständige am Lubminer Bildungshaus, deutlich.

Dort sieht man bereits der nächsten derartigen Veranstaltung entgegen. Ende Mai heißt es „Vom Baum, zum Brett, zum Holzspielzeug“. Im August soll es dann mit einer weiteren Schülergruppe um die „Kunst des Gestaltens“ gehen. „Seht das intensive Farbenspiel eines pommerschen Sonnenauf- oder -untergangs“, heißt es dazu im Programm der Heimvolkshochschule. „Stemmt euch gegen den Wind bei einem Segeltörn auf der Ostsee und erlebt, was Künstler an der Natur, ihrer Heimat und an der Kunst lieb(t)en. Schaut ihnen über die Schulter, um dann eigene Trickfilme, Postkarten oder Kalender über Wind, Wasser und Küstenland zu gestalten!“

Allerdings: „Für den August-Kurs suchen wir noch eine Partnerschule“, machte Melanie Wilkens gestern deutlich. Das ganze vom Bund geförderte Projekt dauere noch bis zum Jahr 2017 an. Bis dahin könnten nicht nur Kinder und Jugendliche aus Greifswald von den Ideen der Lubminer Heimvolkshochschule und ihrer Partner profitieren. Auch das Bildungshaus am Meer könnte am Ende zu den Gewinnern zählen: „Wir wollen zunehmend junge Zielgruppen ansprechen“, macht die Leiterin Birgit Eckert deutlich.

„Jeder von uns nimmt die Jugendlichen auf seine Weise an die Hand.“Melanie Wilkens, Projektmitarbeiterin

Sven Jeske

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