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Lubmin setzt auf Sport- und Industrietourismus

Lubmin Lubmin setzt auf Sport- und Industrietourismus

So soll das Seebad am Greifswalder Bodden noch interessanter werden.

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Industriekulturelles Erbe: Blick auf das frühere Kernkraftwerk.

Lubmin. Im Ringen um mehr Touristen will das einzige Seebad am Greifswalder Bodden zunehmend auf seine sportlichen Vorzüge setzen. Das machte Denise Johannßon, Leiterin der Kurverwaltung, deutlich. Sport sei eines der wichtigsten künftigen Tourismusfelder in Lubmin, erklärte sie. Der Ort verfüge über ausgewiesene Walkingstrecken, die benachbarte Lubminer Heide eigne sich zudem bestens fürs Reiten, Wandern, Laufen und Radeln.

Seit Jahren schon ist das Seebad Gastgeber für Läufer und Ausdauermehrkämpfer. 1999 und 2004 wurden hier die Europameisterschaften im Quadrathlon ausgetragen, 2007 gar die Weltmeisterschaft. Im Walking war Lubmin seinerzeit sogar Vorreiter: 2002 wurde hier erstmals in Ostdeutschland ein Walking Day veranstaltet, angeregt vom Deutschen Leichtathletikverband, der dem schnellen Gehen damals zu mehr Popularität verhelfen wollte. Nach einer Pause im Vorjahr soll es den Lubminer Walking Day 2013 wieder geben.

Im Juli 2013 will der Landesfußballverband eine mehrtägige Ferienschule für junge Talente in Lubmin veranstalten. Ausbaufähig seien Aktionen auf dem örtlichen Sportplatz, meint Johannßon. Für den Tourismus könne nicht zuletzt der nahe Industriestandort Lubminer Heide von Bedeutung sein. Schon jetzt bieten die Energiewerke Nord dort Führungen durch den Ende der 1980-er Jahre baulich fertiggestellten, aber nie in Betrieb genommenen Reaktorblock sechs des einstigen Kernkraftwerks an. Während des etwa einstündigen Rundgangs werden verschiedene Räume und technische Anlagen besichtigt. In Lubmin spricht man von Industrietourismus und möchte das „industriekulturelle Erbe“ stärker vermarkten. Bürgermeister Axel Vogt (CDU) hält zudem an der Vision eines größeren Tagungshotels fest, um das Seebad auch für die Zeit außerhalb der Saison ins Spiel zu bringen. jes

OZ

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