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Manege frei für Clownerie und Artistik

Gützkow Manege frei für Clownerie und Artistik

In Gützkow gastiert Circus Alamos / Er setzt auf eigenes Können statt auf Dressur exotischer Tiere

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Anna und Elena vom Circus „Alamos“, der in Wredenhagen nahe der Müritz zu Hause ist. Drei Tage gastieren sie in Gützkow.

Quelle: Fotos: Petra Hase/ Zirkus

Gützkow. Elena ist gerade mal vier Jahre alt, hat den Bauchtanz aber schon raus. Keck dreht der kleine Blondschopf seine Hüften, während eine Schlange den schmalen Hals ziert. Eine Schlange? Zirkuschefin Christine Zinnecker lacht und sagt: „Alles nur Plüsch! Unsere kleinen Gäste freuen sich immer, wenn sie die Schlange von Elena nach ihrem Auftritt auch mal anfassen dürfen.“

 

OZ-Bild

Die Gützkower haben uns super geholfen, das gibt’s sonst nicht.Christine Zinnecker, Zirkuschefin

Quelle:

Gastspiele

Die erste Zirkusvorstellung findet im Gützkower Gewerbegebiet (nahe der Tankstelle) am 23. Juni um 16 Uhr statt, die zweite am Sonnabend ebenfalls um 16 Uhr und die letzte am Sonntag um 11 Uhr.

Danach geht es für „Alamos“ wieder auf Tour.

Nächste Station ist Straßburg.

Im „Circus Alamos“, der zurzeit in Gützkow gastiert und morgen Nachmittag zur ersten Vorstellung einlädt, gibt es keine Kunststücke mit Elefanten, Nashörnern oder Tigern. „Wir setzen in erster Linie auf Clownerie und Artistik“, sagt die 42-Jährige, die mit ihrem Mann Stefan das fahrende Geschäft vor zehn Jahren aus der Taufe hob. Exotische Tiere sind bei den Zinneckers out. „Wir haben nur ein paar Pferde, Ziegen, Alpakas, Lamas und indische Zebus – die kleinen Minirinder“, sagt die Chefin. Die bundesweite Diskussion um das Verbot von Wildtieren in Zirkussen kennt sie natürlich. Mehrere Städte, auch in MV, haben sich dafür ausgesprochen, den Unternehmen mit Wildtieren keine Gastspielerlaubnis mehr zu erteilen. Auch in Greifswald strengten die Grünen in der Bürgerschaft ein solches Verbot an. Ohne Erfolg, wenngleich die Niederlage knapp war. In anderen Städten kippten Gerichte das Verbot, so auch in Schwerin. Christine Zinnecker dazu: „Fakt ist, dass Zirkusse mit Wildtieren immer noch eine Menge Besucher anziehen.“ Vor Jahren versuchte „Alamos“, ganz auf Tiere zu verzichten. Das sei in die Hose gegangen. „Kinder möchten im Zirkus auch mal ein Pony streicheln“, begründet sie ihre kleine Herde auf der Wiese.

Doch zum Schauen und Staunen gibt es weit mehr: Ihre Tochter Vanessa etwa, die Mutter der kleinen Elena, präsentiert Luftakrobatik. Und Tochter Annalena hat sich auf die Fakirshow spezialisiert.

Ehemann Stefan hingegen ist Clown durch und durch, arbeitet aber ebenso mit den Araberpferden. „So hat jeder bei uns seine Aufgabe“, sagt Christine Zinnecker. Auch Jonglage, ein „Tanz auf einer spanischen Kugel“ oder Kraftakrobatik stehen auf dem Programm. Insgesamt zählen zwölf Akteure zur Mannschaft, die großen Wert auf Ordnung und Sauberkeit legt. „Bei uns muss es schön sein. Unsere Gäste sollen ,Alamos’“ überall in guter Erinnerung behalten“, sagt Zinnecker. Deshalb ist der Zirkus mit den 20 Wagen und der nahezu nagelneuen Manege mit ihren 500 Sitzplätzen ein echter Hingucker:

Alles strahlt in einem kräftigen Gelb-Blau. Ihr Platz im Gützkower Gewerbegebiet sieht aus wie geleckt. Damit kann nicht jedes fahrende Volk trumpfen.

Christine Zinnecker wiederum lobt die Gützkower. „Wir haben hier so viel Unterstützung erfahren, das ist einfach toll“, sagt sie. Nach der Ankunft gab es nämlich zuerst einen Platten – und ruck zuck sei Hilfe von der Firma Zorn Nutzfahrzeuge gekommen. Dann gab es auch noch ein Problem mit dem Wasseranschluss, bei dem Firma Metzler ganz unbürokratisch geholfen habe. „So etwas erlebe ich anderswo in dieser Form nie“, sagt Zinnecker dankbar.

Petra Hase

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