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Mehr Grün für das Ostseeviertel

Greifswald Mehr Grün für das Ostseeviertel

21 neue Bäume sowie 2000 Sträucher, Stauden und Frühblüher allein für den Trelleborger Weg

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Blick auf das Wohngebiet Trelleborger Weg im Ostseeviertel. Es soll jetzt noch grüner werden.

Quelle: Foto: Pfeiffer

Greifswald. Im Ostseeviertel wird es künftig mehr und qualitativ hochwertigeres Grün geben, kündigt die Stadt an. Allein im Trelleborger Weg würden 21 neue Bäume, 1000 neue Sträucher und auch noch 1000 Stauden und Frühblüher gepflanzt. Im Moment ist davon allerdings nach einer großen Fällaktion nicht viel zu sehen. „Die Straßensanierung beginnt im Juni“, begründet Stadtsprecherin Andrea Reimann unter Berufung auf das Tiefbau- und Grünflächenamt. „Nach Abschluss dieser Arbeiten beginnt im Herbst dieses Jahres die Begrünung.“

OZ-Bild

21 neue Bäume sowie 2000 Sträucher, Stauden und Frühblüher allein für den Trelleborger Weg

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Die Vorbereitung der Neugestaltung des Trelleborger Weges hat bei Anwohnern für viel Kritik gesorgt (die OZ berichtete). Dutzende Pappeln an der Ostseite des Trelleborger Wegs wurden kurz der Fertigstellung von Reihenhäusern in der Stettiner Straße gefällt. Die Begründung, sie seien morsch, konnten viele nicht nachvollziehen. Dass dann noch etwa 50 Bäumen und Büsche im Bereich von der Wolgaster bis zur Stettiner Straße fielen, sorgte weiter für Ärger. Dabei seien diese, wie an den Stubben erkennbar, gar nicht alle krank gewesen seien, so ein Anwohner.

Alle Maßnahmen seien im Vorfeld genau geprüft worden und hätten gute Gründe, heißt es seitens der Stadt. Die Fällungen von Hybridpappeln seien vor allem erfolgt, weil die Pflege dieser Baumart mit zunehmendem Alter immer teurer und aufwändig sei, Bürger abbrechende Äste gefährdet werden. „Eine rechtzeitige Fällung ist oftmals die beste Option, um Anwohner zu schützen.“ Ähnlich verhalte es sich mit den 15 Eschenahornen am Fußweg zur Wolgaster Straße. Außerdem hätte man viel Geld in den Erhalt der Wurzeln stecken müssen, obwohl weder Hybridpappeln noch Eschenahorn noch lange gestanden hätten.

Die beiden nicht-heimischen, sowie ökologisch und landschaftsgärtnerisch minderwertigen Arten würde heute niemand mehr pflanzen, der „ein wenig Sachverstand von Naturschutz und Stadtgrün hat“, heißt es weiter. Sie würden darum überall in Greifswald durch geeignetere Arten ersetzt. Auch die kleinen Bergahorne, Birken, Mehlbeeren, Linden und Eschen im Unterwuchs der Pappeln hätten kaum noch Aussicht auf eine gute Entwicklung gehabt. Ein Spitzahorn und eine Echte Mehlbeere wurden aber wegen ihrer attraktiven Kronen aus dem Pappelbestand „regelrecht herauspräpariert“, um sie zu erhalten, betont das Grünflächenamt.

Da zum Teil für einen am Trelleborger Weg gefällten Baum laut Naturschutzrecht drei neue gepflanzt werden müssten, reiche die Fläche am Trelleborger Weg nicht für Bäume aus. Neben den geplant 18 schwedischen Mehlbeeren und drei Stieleichen würden darum sieben weitere schwedische Mehlbeeren an der Stettiner Straße gepflanzt. Ferner solle im Bereich der ehemaligen Pappelreihe noch eine ökologisch wertvolle Hecke gepflanzt werden. „Außerdem wird ebenfalls im Herbst 2017 an der Wolgaster Straße noch eine Baumreihe mit 34 Stieleichen gepflanzt“, so Reimann.

Ostseeviertel

Das Ostseeviertel war das erste Greifswalder Wohngebiet nach 1945 und zugleich das erste geschlossene Neubaugebiet. Am siebten Geburtstag der DDR (7. Oktober 1956) wurde dafür der Grundstein gelegt. Sie liefen bis 1963. Dieser Bereich heißt heute Ostseeviertel.

Ab 1980 entstand das Ostseeviertel Parkseite, das am dichtesten bebaute Greifswalder Neubaugebiet. Es wurde nach der Wende umfassend und bespielhaft umgestaltet. Das Ostseeviertel Ryckseite wurde vor der Wende begonnen, aber nicht mehr in der DDR fertig gestellt. Hier begannen 1987 die Erschließungsarbeiten.

Eckhard Oberdörfer

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