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Neue Kita für 2,5 Millionen Euro

Mesekenhagen Neue Kita für 2,5 Millionen Euro

OZ-Interview mit dem Bürgermeister der Gemeinde Mesekenhagen, Geert-Christoph Seidlein

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Der Mesekenhäger Bürgermeister Geert-Christoph Seidlein, vor dem Gemeindebüro. FOTOS (3): ECKHARD OBERDÖRFER

Mesekenhagen. Geert-Christoph Seidlein ist der Bürgermeister der Gemeinde an der Grenze zu Vorpommern-Rügen. Die OZ sprach mit ihm über die aktuelle Situation in der Gemeinde.

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OZ-Interview mit dem Bürgermeister der Gemeinde Mesekenhagen, Geert-Christoph Seidlein

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Mesekenhagen kann sich wieder über mehr Kinder freuen. Ihre Gemeinde will eine neue Tagesstätte bauen. Wann wird der Grundstein gelegt?

Geert-Christoph Seidlein: Mit gutem Willen kann es auf dem Bauplatz im Zentrum der Gemeinde, gegenüber der Feuerwehr, im Herbst losgehen. Aktuell prüft der Betrieb für Bau und Liegenschaften die Angemessenheit der Kosten. Ich finde es gut, dass noch einmal jemand von außen draufschaut. Im Februar sollte die Prüfung beendet sein.

Der jetzige Kindergarten ist zu klein? Die Räumlichkeiten entsprechen nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Außerdem können wir nicht alle Kinder aufnehmen, deren Eltern das möchten.

Wieviel Mädchen und Jungen sind es denn jetzt, und wie viele werden es künftig sein?

Jetzt sind es etwa 40, dann können es etwa 64 sein. In Mesekenhagen gibt es je zwei Krippen- und Kindergartengruppen sowie eine Hortgruppe.

Wann rechnen Sie mit der Inbetriebnahme?

Unsere Planungen gehen von einer einjährigen Bauzeit, also der Inbetriebnahme 2018 aus.

Was muss Mesekenhagen für die neue Einrichtung investieren?

Wir gehen von etwa 2,5 Millionen Euro aus, davon 1,7 Millionen Euro Förderung von Bund und Land. Der Teufel steckt allerdings im Detail. Auch in den Fördermitteln steckt ein Anteil der Kommune.

Kann sich Mesekenhagen so eine große Investition überhaupt leisten?

Unser Haushalt für 2017 ist beschlossen und ausgeglichen. Das war in der Vergangenheit nicht immer so. Wir konzentrieren unsere Mittel auf diese große Investition.

Und was wird aus dem jetzigen Gebäude?

Wir warten ab, bis der Rohbau des neuen Hauses steht. Es gibt schon Ideen. Das Haus könnte beispielsweise verkauft oder als Kita weitergeführt werden, wenn wir eine Betriebserlaubnis bekommen. Aber das ist noch Spekulation.

Der Bedarf an Krippen- und Kindergartenplätzen ist hoch. Kann Mesekenhagen anderen Gemeinden helfen?

Wir planen eigentlich nicht über den Bedarf der Gemeinde hinaus. Bei freier Kapazität können auch Kinder aus Neuenkirchen oder Greifswald sowie Kinder, für deren Eltern, der Arbeitsweg über Mesekenhagen führt, aufgenommen werden. Alle Investitionen müssen durch die Kommunalaufsicht genehmigt werden. Mesekenhagen muss sich eine Ausgabe für eine größere Kita auch auf Dauer leisten können.

Will Mesekenhagen 2017 noch mehr investieren?

Die Kita ist unser Projekt für die nächsten zwei Jahre. Sonst gibt es nur kleinere Vorhaben wie die Erschließung eines kleinen Baugebietes in Gristow.

Entsteht dort ein neues Wohngebiet?

Nein, für drei Gemeindegrundstücke im Ort, „Im Bogen“, war nur über die Aufstellung eines Bebauungsplans die Schaffung von Baurecht möglich. Außerdem wollen wir eine Außenbereichssatzung für Klein Karrendorf auf den Weg bringen.

Was bringt das?

Eine Außenbereichssatzung ist sinnvoll, weil damit die städtebauliche Entwicklung in dem Ortsteil gesteuert wird und sie auch für die Bewohner Freiräume schafft. In Klein Karrendorf gehören viele Grundstücke der Uni, die diese nur gegen Erbpacht vergibt.

Gibt es viel Interesse für Wohnungen in der Gemeinde?

Ja, unser Wohngebiet „An den Seewiesen“ in Mesekenhagen ist fast voll. Die kommunalen Grundstücke sind alle verkauft. Gristow ist sehr gefragt, überhaupt die Bauplätze nahe dem Bodden. Es gibt auch großes Interesse an der alten Schule in Mesekenhagen. Es wäre schön, wenn sich auch noch eine Nutzung für die drei leer stehenden Ställe in Mesekenhagen findet.

Frätow hat doch auch eine schöne Wasserlage.

Ja, der Ortsteil ist attraktiv. Aber wer dort hinzieht, muss wissen, dass er zum Bus ein Stück laufen muss und der Winterdienst nicht als Erstes nach Frätow fährt. Außerdem gibt es nur in Gristow und Mesekenhagen zentrale Kläranlagen.

Sie unterstützen dank besserer Finanzlage in diesem Jahr anders als 2015 und 2016 wieder Vereine. Wie steht es denn mit der Feuerwehr?

Die Feuerwehr ist eine Pflichtaufgabe, die Hilfe für Vereine eine freiwillige. Das sind also zwei Paar Schuhe.

Wir sind stolz auf unsere gut ausgestattete Feuerwehr, die toll arbeitet und bei Wettbewerben erfolgreich ist. Die Wünsche, die die Feuerwehr an die Gemeinde hat, sind bodenständig, da helfen wir gern.

Gibt es ein Löschwasserproblem?

Für genug Löschwasser investieren wir ständig und setzen dabei zunehmend auf unterirdische Behälter, wie in Gristow und Klein Karrendorf. Die sind zwar kleiner, müssen aber nicht entschlammt und können auch bei Frosttemperaturen genutzt werden.

Alle Gemeinden werden per Gesetz gedrängt, sich mit anderen zusammenzuschließen. Was will Mesekenhagen?

Wir wollen eine ländliche Gemeinde mit ländlicher Verwaltung und kein Ortsteil Greifswalds werden. Mesekenhagen ist keine stadtnahe Gemeinde wie Wackerow oder Neuenkirchen.

Also eine Gemeinde Landhagen, die aus allen Dörfern des jetzigen Amts Landhagen besteht?

Dieser Variante stehen wir aufgeschlossen gegenüber. Auch eine Fusion mit Wackerow und Neuenkirchen ist denkbar. Wir wissen aber noch nicht, was so ein Zusammenschluss bedeutet und waren deshalb in Schwerin.

Sind sie jetzt schlauer?

Wir werden über diese Informationen im Amtsausschuss beraten. Das Land glaubt, dass große Strukturen zukunftsfähiger sind.

Sie glauben das nicht?

Große Finanzspielräume entstehen jedenfalls nicht. Wir denken heute schon über Gemeindegrenzen hinaus. Die Verwaltung wird sicher etwas entlastet. Aber sie wird durch immer neue Gesetze und Richtlinien „von oben“ belastet. Ich nenne nur E-Government, die hohen Datenschutzanforderungen der papierlosen Verwaltung und die immer aufwändigere Abrechnung von Fördermitteln. All das kostet die Gemeinden Geld.

Interview: Eckhard Oberdörfer

OZ

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