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Ostvorpommern Neue Mitte für Behrenhoff
Vorpommern Greifswald Ostvorpommern Neue Mitte für Behrenhoff
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00:01 01.10.2016

Es ist die auffälligste Veränderung im Ortsbild von Behrenhoff seit Langem. Mehr als drei Millionen Euro investieren Landwirt und Bürgermeister Markus Clausen und ein Geschäftspartner derzeit in den Bau eines Pflegeheims für Demenzkranke sowie eines Gebäudes mit 17 Wohnungen. Beide Objekte entstehen auf einer Fläche unmittelbar neben dem früheren Pfarrhaus, vis-á-vis der Kirche. Gestern war Richtfest.

Investor Marcus Clausen (vorne), Handwerker und andere Mitwirkende vor dem Rohbau des neuen Pflegeheims in Behrenhoff.

In zwei Jahren sollen über 1000 Menschen in unserer Gemeinde wohnen.“Marcus Clausen, Bürgermeister & Investor

„Unser Dorf bekommt eine neue Mitte. So eine Aktivität gab es hier lange nicht mehr“, freut sich Clausens langjähriger Amtsvorgänger Klaus Ulrich. Er und andere sind Zeugen einer grundlegenden Veränderung. 2004 hatte Markus Clausen schon einmal bauen lassen. Damals investierte er in mehrere behindertengerechte Wohnhäuser am Ortsrand. Und das trotz Unkenrufen. „Mensch, wie kannst Du da bauen; es zieht doch keiner nach Behrenhoff, haben Leute mir gesagt.“ Er tat es dennoch und belehrte sie eines Besseren. „Die Objekte waren binnen kurzer Zeit vermietet.“

Auch sein jetziges Engagement sei Ergebnis reiflicher Überlegung, gibt Clausen zu verstehen: Von der Kirche hatte der Landwirt vor Jahren das einstige Pfarrhaus und das Gelände daneben erworben. „Ich habe mir danach viele Gedanken über die Nutzung gemacht – über Einfamilienhäuser ebenso wie über ein Seniorendorf.“ Schlussendlich sei er zum Entschluss gekommen, ein Pflegeheim zu bauen. Ein damals noch kleines Unternehmen in Greifswald zog mit. Heute zählt es zu den großen Pflegediensten in der Stadt. In Behrenhoff will es demenzkranke Menschen in Wohngruppen betreuen.

Die werden viele Nachbarn haben: Denn gleich daneben steht der Rohbau eines künftigen Wohnhauses, mit Balkonen und Fahrstuhlschächten. In absehbarer Zeit soll der Grundstein für ein weiteres Gebäude neben dem Heim gelegt werden. „Dort wollen wir dann 34 Wohnungen bauen“, sagt Markus Clausen. Auch für das ehemalige, derzeit ungenutzte Pfarrhaus hat er Pläne. Wohnungen und ein Café zählen dazu.

Über kurz oder lang, heißt es, wolle der geschäftstüchtige Mann auch in den Wiederaufbau eines Hauses an der Dorfstraße investieren, das er vor einigen Jahren wegen Baufälligkeit abreißen ließ.

Behrenhoffs Bürgermeister verfolgt ein ehrgeiziges Ziel: „In zwei Jahren sollen über eintausend Menschen in unserer Gemeinde zu Hause sein. Zurzeit sind es etwas mehr als 800.“ Behrenhoff, so scheint es, hat seinen Mäzen gefunden. Auch wenn der nicht selbstlos agiert. Entscheidend sei, dass der Ort sich entwickele, gibt Klaus Ulrich zu bedenken. Dank Markus Clausen ginge es für jedermann sichtbar voran.

Sven Jeske

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