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Ostvorpommern Neue Regeln im Seebad
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00:00 06.03.2013
Reiten am Lubminer Strand: In der Urlaubssaison ist es nur in einem bestimmten Abschnitt zu bestimmten Zeiten möglich. Quelle: Iris Langer
Lubmin

Beides — abendliche Veranstaltungen im Freien und Ausritte hoch zu Ross — habe in der Vergangenheit ein ums andere Mal für Verdruss gesorgt, rechtfertigte Bürgermeister Axel Vogt (CDU) die Reglementierung. So hätten sich Bürger wiederholt über Lärm beschwert, der von nächtlichen Feten ausging. Kritisiert worden sei auch deren mitunter dichte zeitliche Abfolge. Mit der jetzigen Regelung für Freiluftvergnügungen ziele die Gemeinde auf einen Interessenausgleich zwischen Menschen, die vor Lärm zu schützen und auf ihre Ruhe bedacht seien, und jenen, die im Urlauberort etwas erleben wollten.

Fortan soll es im touristisch geprägten Abschnitt des Seebads (Seebrücke, Villenstraße mit Kurpark, Freester Straße und Seestraße bis Strand) maximal 12 Freiluftveranstaltungen geben, die über 22 Uhr hinausgehen. Vermieden werden soll eine Häufung von derlei Vergnügungen in kurzen Zeitabständen. „Keinesfalls sollen sie in zwei aufeinanderfolgenden Nächten stattfinden“, betont Axel Vogt.

Festgelegt wurde auch, bis wann in besagtem Gebiet unter freiem Himmel gefeiert werden darf: ein Uhr soll Schluss sein.

Laut allgemeiner Verwaltungsvorschrift zum Bundes-Immissionsschutzgesetz (kurz TA-Lärm) gilt für Dorfgebiete des Nachts ein Lärmpegel-Richtwert von 45 Dezibel (dB). Für seltene Ereignisse wie Freiluftveranstaltungen räumt die TA-Lärm einen Immissionsrichtwert von 55 dB in der Nacht ein. Die ordnungsrechtliche Kontrolle der Veranstaltungen in Lubmin würde der Polizei und der Ordnungsbehörde des Amtes Lubmin obliegen. Um den jeweiligen Lärmpegel bestimmen zu können, bedürfe es eines entsprechenden Messgerätes. „Die neue Veranstaltungs-Regelung gilt nur für das Gebiet Villenstraße - Freester Straße - Seestraße. Außerhalb dieses Ortsteils darf unbenommen von unserer Festlegung gefeiert werden“, stellt der Bürgermeister klar.

Auch die Neuregelung für Reitsportler ist örtlich und zeitlich begrenzt: In der Urlaubssaison, vom 1. Mai bis zum 30. September, dürfen Ross und Reiter den Lubminer Strand lediglich im etwa ein Kilometer langen Abschnitt zwischen den Zugängen 15 (hinter der Ferienanlage Knirk am östlichen Ortsrand) und 18 (letzter Zugang vor der Marina am Industriehafen) benutzen und das nur in der Zeit von 6 bis 9 Uhr vormittags und ab 18 Uhr. Innerhalb des Küstenwaldes werden Reitstrecken per Ausschilderung vorgeschrieben. So soll vermieden werden, dass mehr Waldwege als nötig von Pferdehufen in Mitleidenschaft gezogen werden.

  „Unser Wald wird schließlich nicht nur von Reitsportlern genutzt, sondern auch von Spaziergängern, Radlern und Läufern“, merkt Vogt an. Über die neue Regelung herrsche Konsens, sie sei mit Reitvereinen abgestimmt worden.

Über die neue Regelung für Reiter herrscht Konsens.“Axel Vogt, Lubmins Bürgermeister

Sven Jeske

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