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Neuer Anlauf für ein zusätzliches Hotel in Lubmin

Lubmin Neuer Anlauf für ein zusätzliches Hotel in Lubmin

Gemeinde ist im Gespräch mit möglichen Investoren/ Seit Freitag gehört das Seebad dem Bäderverband des Landes an

Lubmin. Das einzige Seebad zwischen Rügen und Usedom nimmt neuerlich Anlauf zum Bau eines zusätzlichen Hotels. Nach mehreren vergeblichen Bemühungen in den vergangenen Jahren hoffe man nun auf einen Erfolg, deutete Lubmins Bürgermeister Axel Vogt (CDU) gestern an. „Wir sind im Gespräch mit zwei ernsthaften Investoren. Dabei geht es nicht um einen großen Komplex, sondern eher um ein kleineres Objekt“, verriet er.

Das Seebad, hatte Axel Vogt schon vor Zeiten deutlich gemacht, brauche weitere Hotelbetten mit einem entsprechenden Angebot, um Leute auch außerhalb der eigentlichen Urlaubssaison anzuziehen. Um dieser Vision auf die Sprünge zu helfen, hatte die Gemeinde vor nunmehr fünf Jahren einen ihr gehörenden strandnahen unbefestigten Parkplatz an der Promenade unweit der Seebrücke begutachten und wertschätzen lassen und anschließend für eine Hotelbebauung ausgeschrieben. Es gab danach auch ein konkretes Angebot. Doch rückten die vermeintlichen Investoren nach einer Stippvisite in Lubmin von der Idee ab, ein Wellnesshotel zu bauen.

Ziel der aktuellen Verhandlungen sei ein Hotel, das auch Geschäftsreisenden als Unterkunft dienen könnte, schilderte Vogt. „Zurzeit fahren Leute, die vorübergehend in Unternehmen am Standort Lubminer Heide zu tun haben, zum Übernachten nach Greifswald und Usedom“, machte er deutlich. Der als mögliches Bauland gehandelte unbefestigte Parkplatz neben dem Hotel „Seebrücke“ ist eines der letzten Filetgrundstücke in Gemeindehand. Es verfügt über einen direkten Strandzugang.

Gesprochen wird im Seebad Lubmin derzeit nicht nur über ein weiteres Hotel. Auch die Kurtaxe ist wieder einmal in der Diskussion. Bislang können Tagesgäste den Strand unentgeltlich nutzen. Umstritten ist, ob das so bleiben sollte. „Die Gemeinde“, gibt Bürgermeister Vogt zu bedenken, „hat in den vergangenen Jahren ein ums andere Mal investiert, um den Ort für Besucher schöner und abwechslungsreicher zu machen. Hinzu kommt, dass sie inzwischen mehr Geld für Dienstleistungen wie etwa die Strandreinigung und die Reinigung öffentlicher Toiletten ausgeben muss.“ Derlei Arbeiten würden von Firmen ausgeführt, die wiederum steigende Betriebskosten und höhere Löhne für ihre Beschäftigten abdecken müssten. Eine Kurtaxe für alle Lubmin-Besucher könnte unter Umständen helfen, die Mehraufwendungen zu bestreiten. Vorab wäre allerdings zu überprüfen, welche Investitionen erforderlich wären, um so eine allgemeingültige Kurtaxe auch zu kassieren. Die Angelegenheit, sagt Vogt auch deshalb, sei noch lange nicht erledigt.

Derweil ist die Gemeinde einen anderen Schritt gegangen, um sich touristisch besser aufzustellen. Seit vergangenem Freitag gehört sie dem Bäderverband des Landes an und damit einer Organisation, die ihr Augenmerk nicht nur auf den üblichen Tourismus, sondern auch auf gesundheitliche Angebote richtet. Nach der Teilnahme an vom Verband organisierten Fachvorträgen und Tagungen waren Vogt und die Leiterin der Lubminer Kurverwaltung, Denise Johannßon, zu dem Schluss gekommen, dass Lubmin von den Erfahrungen der Organisation und ihrer Mitglieder profitieren könne. Darüber hinaus seien mit der Mitgliedschaft Vergünstigungen verknüpft.

Von Sven Jeske

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