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Neues Jugendhilfezentrum eröffnet

Hinrichshagen Neues Jugendhilfezentrum eröffnet

Haus „Am Brandteichgraben“ bietet vier verschiedene Angebote für junge Menschen

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Die 17-jährige Shari (r.) kommt aus Güstrow. Sie fühlt sich im neuen Haus wohl. Ihre Betreuerin Hiske Terpstra freut das. Fotos (2): C. Meerkatz

Hinrichshagen. Großzügiger Bau, große Fenster, helle Räume und rundherum Platz: Die 17-jährige Shari hat sich in ihrem neuen Zuhause, dem Jugendhilfezentrum „Am Brandteichgraben“ in Hinrichshagen, bereits eingerichtet. „Ich fühle mich hier wohl, habe mein eigenes Reich und komme mit den Mitarbeitern im Haus prima klar“, sagt die junge Frau. Ihre Betreuerin Hiske Terpsta nickt zustimmend. Es sei ein tolles Haus geworden, meint auch sie.

 

OZ-Bild

Hier ist ein Ort, an dem die Kinder endlich zur Ruhe kommen können.“Velta Zemke, Fachbereichsleiterin NBS

Das Fachpersonal

8 pädagogische Fachkräfte – Sozialarbeiter, Erzieher, Heilerzieher, Sozialtherapeut, Kinderpfleger und eine Hauswirtschaftskraft – bilden das multiprofessionelle Team im Jugendhilfezentrum. Es gibt regelmäßig Fachberatung, Weiterbildung und psychologische Begleitung.

Mit der Neueröffnung des Jugendhilfezentrums durch die Norddeutsche Gesellschaft für Bildung und Soziales (NBS) werden die Betreuungsangebote im Landkreis vielfältiger. „Wir haben die Plätze einfach dringend gebraucht“, betont Velta Zemke, NBS-Fachbereichsleiterin. Manchmal würden Dinge im familiären Zusammenleben aus den Fugen geraten, sodass Eltern Unterstützung benötigen. Und manchmal könnten Kinder und Eltern aus unterschiedlichsten Gründen auch nicht zusammen bleiben. „Dann müssen Betreuungsalternativen gefunden werden. Ein Ort, an dem alle Beteiligten und insbesondere die Kinder zur Ruhe kommen können, muss Fachlichkeit, Sicherheit und Geborgenheit vereinen. Denn oberste Priorität hat dabei immer das Kindeswohl“, erläutert sie. All diese Anforderungen flossen in die Planung des Jugendhilfezentrums „Am Brandteichgraben“ ein.

In knapp einem Jahr Bauzeit sei in Hinrichshagen in der Chausseestraße 3 ein großzügiges und helles Gebäude entstanden. 1,5 Millionen Euro hat die NBS nach Aussage ihres Geschäftsführers, Wolfgang Gerbitz, dort investiert. Der Bau wurde vorwiegend mit einheimischen Firmen wie ISO Rüst Bau Lubmin verwirklicht. Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde sei ausgezeichnet. Deshalb soll es auch in Kürze ein kleines Einweihungsfest für die Anwohner in Hinrichshagen geben.

In dem Haus befinden sich eine integrative Wohngruppe mit acht Plätzen, betreutes Wohnen mit vier Appartements, betreutes Wohnen für Mutter/Vater und Kind mit zwei Appartements sowie eine Jugendschutzstelle mit drei Plätzen. Letztere wurde eingerichtet, um Kinder bei Inobhutnahmen kurzzeitig sicher unterzubringen. Alle Bewohner des Hauses würden von der sehr guten Lage direkt am Stadtrand von Greifswald profitieren. „Hier können die Kinder zur Ruhe kommen und dennoch ihre gewohnte schulische Umgebung behalten“, freut sich Zemke. Auch die medizinische Versorgung sei durch die sehr gute Greifswalder Infrastruktur abgesichert.

Die verschiedenen Wohnbereiche sind auf die jeweiligen Bedürfnisse zugeschnitten. Durch eine Verknüpfung der einzelnen Angebote auf räumlicher, organisatorischer und personeller Ebene entstehen in dem Jugendhilfezentrum Synergieeffekte. „Wir können in dem neuen Jugendhilfezentrum auf sehr eindrucksvolle Weise demonstrieren, wie junge Menschen betreut und gefördert werden auf ihrem Weg in ein möglichst selbstbestimmtes und selbstverantwortetes Leben“, betonte Velta Zemke. Falko Hannig, Chefpsychologe der psychiatrischen Klinik in Ueckermünde, der ebenfalls während der Einweihung des Hauses anwesend war, zeigt sich hocherfreut über die verschiedenen Angebote. „Wir kooperieren mit der NBS als Jugendhilfeträger seit zehn Jahren. Mit diesem neuen Angebot in Hinrichshagen wird unsere integrierte Eltern-Kind-Behandlung sehr gut unterstützt. Es sind vier ganz unterschiedliche Angebote für völlig verschiedene Lebenssituationen. Der individuelle Hilfebedarf für die Kinder und Jugendlichen oder auch jungen Eltern deckt sich hier mit den räumlichen Möglichkeiten“, sagte er. Das sei leider nicht in allen Einrichtungen so großzügig und gut gelöst.

Cornelia Meerkatz

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