Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Ostvorpommern Neues Zuhause für hunderte kleine Fichten
Vorpommern Greifswald Ostvorpommern Neues Zuhause für hunderte kleine Fichten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:05 08.06.2017
Revierförster Hubertus Peters markiert mit den Kindern die gepflanzten Fichtenbäumchen. Quelle: Foto: Cornelia Meerkatz
Spandowerhagen

Aufmerksam beobachten die Kinder mit ihren Eltern, wie Revierförster Hubertus Peters vorsichtig die etwa 30 bis 40 Zentimeter großen Fichtensetzlinge in das vorbereitete Pflanzloch steckt. Die Wurzeln dürfen nicht geknickt werden. Dann versuchen sie sich ebenso beim Pflanzen und geben hunderten kleinen Fichten ein neues Zuhause. Mit den Füßen wird die Erde an das Minibäumchen geschoben und ordentlich festgetreten. Die Kinder und ihre Eltern gehören zur Kirchgemeinde Wusterhusen-Lubmin. Alljährlich im Frühjahr sind sie mit Peters im Wald unterwegs. Dass sie diesmal beim Pflanzen helfen dürfen, finden alle spannend. Und Peters freut sich über die Unterstützung.

Er erläutert seinen Helfern, dass es zur Gesunderhaltung des Waldes wichtig ist, dass jährlich neue, junge Pflanzen in den Boden kommen. Denn andere, große Bäume – vor allem Buchen und Kiefern – müssen geerntet werden. Der Holzeinschlag im Forstamt Jägerhof, zu dem neben Spandowerhagen auch die Reviere Jagdkrug, Karlsburg/Züssow, Jägerhof, Buddenhagen und Murchin gehören, beträgt dieses Jahr 21000 Festmeter. Zwei Drittel davon werden im ersten Halbjahr erledigt. In dieser Zeit erfolgt auch die Aufforstung.

Die Fichte findet derzeit wieder besondere Beachtung: Sie ist 2017 Baum des Jahres. Lange Zeit wurde ihr keine besondere Beachtung geschenkt, weil ihr Holz keine allzu große Qualität besitzt. Doch ohne Fichte geht es nicht im Wald. Im Forstamt Jägerhof wird der Baum in diesem Jahr auf mehreren kleinen Flächen gepflanzt. „Fichten werden vorwiegend als Bauholz verwendet und deshalb in großen Mengen benötigt. Da die Bäume mittlerweile aber von großen Waldschäden zum einen durch den Sturm und zum anderen durch Borkenkäfer wie den Buchdrucker und den Kupferstecher, betroffen sind, müssen wir auch die Fichtenbestände aufforsten“, erläutert dazu Forstamtsleiter Torsten Hackert. Die Verjüngungsfläche für Buchen, Douglasien, Eichen, Erlen, Kiefern und Fichten beträgt im Bereich des Forstamtes in diesem Jahr 41 Hektar. „Auf 13 Hektar haben wir die Kulturen selbst gepflanzt, beim Rest setzen wir auf Naturverjüngung. Die Bäume bringen ihren Nachwuchs sozusagen selbst hervor“, so Hackert.

Cornelia Meerkatz

Dat Läben is ümmer in Bewägung un kann sik von eenen Dach taun den annern Dach ännern. So kann dat in'n Läbensafloop lütte un ok groote Verännerungen gäben.

08.06.2017

120 angehende Lehrer gestalten bis Freitag das Lernen in Neuenkirchen

08.06.2017

Die Hälfte aller Neuansiedlungen in Vorpommern entfällt auf die Stadt / neues Büro eröffnet

08.06.2017
Anzeige