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Ostvorpommern Polizei: Wild verursacht jeden vierten Unfall
Vorpommern Greifswald Ostvorpommern Polizei: Wild verursacht jeden vierten Unfall
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00:00 20.10.2017
Auf der Strecke geblieben: In diesem Jahr ereigneten sich im Raum Greifswald-Wolgast schon mehr als 500 Wildunfälle. Quelle: Foto: Norbert Fellechner
Greifswald

Jeder vierte Verkehrsunfall geht auf Wild zurück. Darauf hat die Polizeiinspektion Anklam hingewiesen. Von Januar bis einschließlich 11. Oktober registrierte sie 6604 Unfälle in ihrem Zuständigkeitsgebiet (Greifswald und der ehemalige Landkreis Ostvorpommern). 1674 davon wurden durch Tiere veruracht – 25,35 Prozent.

Allein im Stadtgebiet von Greifswald ereigneten sich im genannten Zeitraum 219 Unfälle mit Wild. 322 waren es im Polizeirevier Wolgast (Ämter Lubmin, Züssow, Am Peenestrom), 183 im Polizeirevier Heringsdorf (Usedom). Die meisten Zusammenstöße – 338 – mit Fuchs, Schwein oder auch Reh gab es im Anklamer Raum.

Behörden und Forstämter haben längst reagiert und die Leitpfosten an mehreren Straßenabschnitten im Kreis mit blauen Halbkreisreflektoren versehen. Rauschen Autos mit Licht an ihnen vorbei, senden sie wechselnde Lichtblitze aus. Das Funkeln und Blinken soll Reh, Schwein und Hirsch irritieren und so veranlassen, stehen zu bleiben. Vorab-Versuche, Wild mit Duftmarken, Ultraschall und verschiedenen andersfarbige Reflektoren von Straßen fernzuhalten, waren nicht erfolgreich. Die Tiere, heißt es, hätten sich schnell daran gewöhnt. Nach bisherigen Untersuchungen trifft das nicht auf die blauen Reflektoren zu. Im Gegensatz zu Weiß, Rot oder Orange, die von Tieren lediglich als Grünabstufung wahrgenommen würden, gelte Blau als Schreckfarbe, da es in der freien Wildbahn nicht vorkomme.

Im August 2012 waren blaue Warnreflektoren in der Wolgaster Gegend eingeführt worden. Die Zahl der Wildunfälle ging daraufhin zurück. Seit 2015 gibt es die Reflektoren auch auf der B 109 bei Hanshagen.

OZ

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